Nachrichten
20.04.2016
Gudrun Bierski, Alfred Stief und andere im Heidelberger Kunstverein
Ausstellung vom 23. April bis 11. Juni 2016
Heidelberg. Wegen der derzeitigen Ausstellungsumbauten im Museum Sammlung Prinzhorn zeigt man in Heidelberg vom 23.04. bis 11.06.2016 im städtischen Kunstverein unter dem Titel “Gegen Faulheit. Neues und Ungesehenes aus der Sammlung Prinzhorn” Werke aus dem neueren Bestand, darunter von Gudrun Bierski, Alexandra Galinova, Bernd Meckes, Alfred Stief und Ursi.
www.hdkv.de
18.04.2016
Ausstellung Abram Wilhelm in Berlin
Galerie Art Cru zeigt holländischen Outsider Art-Künstler
Berlin. Bis zum 22. Mai 2016 sind in der Berliner Galerie Art Cru Werke des holländischen Outsider Art-Künstlers Abram Wilhelm (geb. 1944 in Amsterdam) zu sehen. Seine Schöpfungen drehen sich um Themen wie Sexualität, Mystik, Religion und Tod, in „wild-leuchtender Farbpalette und ohne Tabus“, so die Galeristin.

Galerie Art Cru
Oranienburger Straße 27, Berlin
Geöffnet Dienstag bis Samstag von 12.00 – 18.00 Uhr
Tel. 030/24357314
Grenzübergreifendes Selbsthilfeprojekt 2016 „Kunst und Seele“
20.03.2016
Grenzübergreifendes Selbsthilfeprojekt 2016 „Kunst und Seele“
Von der Prinzhorn-Sammlung bis zur OAF Paris
Saarbrücken. Die für ihre innovativen gesundheitsbezogenen Projekte bekannte saarländische Selbsthilfe SeelenLaute führt in diesem Jahr ein spannendes länderübergreifendes Projekt rund ums Thema „Kunst und Seele“ durch. Dabei arbeitet man mit der in diesem Themenfeld erfahrenen Europäischen Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V. (Dortmund) zusammen. Ideengeber ist Gangolf Peitz vom Büro für Kultur- und Sozialarbeit Saar, der auch die BI Kunst kennt keine Grenzen (Bous) vernetzend mit ins Boot nehmen konnte.

Interdisziplinär und inklusiv sind Experten aus Therapie, Kunst, Psychologie, Sozialarbeit und der Kreativ-Selbsthilfe mit Betroffenenkompetenz einbezogen. Studiert und diskutiert werden Sinn und Wirkung, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Psychotherapie, Kunsttherapie und Outsider Art. Unter Außenseiterkunst versteht man in Deutschland bis heute primär Kunst von Psychiatrieerfahrenen. Was hilft hier wie? Und ist Kunst gar die bessere Therapie? Diesem Fragenkreis geht man in Kleingruppen per Besuchsfahrten und Gesprächsrunden in mehreren Etappen nach.

So stand im März ein Besuch im psychiatrischen Universitätsklinikum Heidelberg bei der Sammlung Prinzhorn auf dem Programm, die von Dr. Thomas Röske betreut wird. Im Vorraum zur Wechselausstellung „Dubuffets Liste“ steht ein über 2m hoher Stapel Papier: Grafische Blätter, mit denen eine zeitgenössische Berliner Künstlerin mit Psychiatrieerfahrung den Weltfrieden retten will, motiviert durch ihre obsessiven Gedanken. Über 1,5 Millionen Blätter sind bereits entstanden. Im Café diskutierte man mit Aktiven einer Heidelberger Selbsthilfegruppe hierüber angeregt den Themenkomplex "Kunst und Seele".

Vor dem Psychiatriegebäude im Gelände des Klinikums gibt es eine Schweigeminute am Mahnmal für die Kinder und Patientenopfer, die von den barbarischen deutschen Heidelberger Ärzten in der NS-Zeit im Rahmen der „Euthanasie“-Aktion hier der Ermordung preisgegeben worden waren.

Im Haus Cajeth in der Altstadt dann die Besichtigung so genannter Primitiver Malerei aus dem 20. Jahrhundert, mit Werken und Viten oft von Künstlern mit kognitiven Beeinträchtigungen. In der besuchten Ausstellung wird verdeutlicht, wie Bildende Kunst Schutzmechanismus sein kann, um Ängste per Malen und Formen „aus der Seele zu verbannen“.

Auf der Rückfahrt ein Stopp beim Dipl.-Psychologen und Galeristen Patrick Lofredi in der Frankfurter Outsider Art-Galerie Isola. Andersartigkeit, bis heute nicht selten merkwürdig mit medizinischen Diagnosen versehen, wird hier als menschliches und schöpferisches Positivum betrachtet. Gebiert sich doch Outsider Art direkt und aus dem Innersten des Menschen, entstehend fern von Kunstausbildung, therapeutischer Verordnung oder Publikums- und Marktinteressen.
(Fortsetzung folgt..)

Der SeelenLaute-Studienprojektteil Heidelberg und Frankfurt konnte dank Unterstützung der DAK Gesundheit realisiert werden.


- Bild: Das Mahnmal am Klinikum Heidelberg (Foto: Archiv SeelenLaute) -
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