Nachrichten
Art Brut in America. The Incursion of Jean Dubuffet
12.05.2016
Art Brut in America. The Incursion of Jean Dubuffet
Katalog zur Ausstellung erschienen
New York. Zur im Januar ausgelaufenen gleichnamigen Ausstellung im New Yorker American Folk Art Museum (art-transmitter.de berichtete) ist ein Katalog erschienen. Zwischen 1952 und 1962 war die neue Kunstströmung Art Brut über von Jean Dubuffet gesammelte Werke in den Staaten bekannt geworden, nachdem dieser 1951 seinen bedeutsamen Vortrag “Anticultural positions” im Arts Club of Chicago gehalten hatte. Der Katalog zeigt diesbezügliche Arbeiten von 39 Art Brut-Künstlern, beinhaltet vier Essays sowie den Vortrag von Jean Dubuffet.

“Art Brut in America. The Incursion of Jean Dubuffet”, Valérie Rousseau (Red.), American Folk Art Museum (Hrsg.), 248 S., 142 Illustr., englisch, ISBN 978-0-912161-26-6, AFAM 2016, 42,50 €


- Abb.: Presseinfo AFAM -
Vom Kriegstrauma zur Outsider Art
11.05.2016
Vom Kriegstrauma zur Outsider Art
In memoriam Carlo Zinelli
Verona. Kriegserfahrungen im Zweiten Weltkrieg hatten bei Carlo Zinelli (1916 – 1974) zu großen seelischen Beschädigungen geführt, sodass ihn seine Familie 1947 in ein psychiatrisches Krankenhaus in Verona gab. Dort begann Zinelli mit Zeichnungen, zunächst gekratzt in die Mauern der Klinikwände, nachdem sich sein Befinden durch die überfüllten und unschönen Zustände des Hospitals eher noch verschlechtert hatte, wie jetzt in einer biografischen Notiz der Fachzeitschrift Raw Vision über den italienischen Außenseiterkünstler zu lesen ist.

Mit der Eröffnung eines Kunstateliers im Hospital 1957 wurde Zinelli zum ernsthaften Maler, der hier täglich arbeitete und dort schließlich ca. 3000 - heute in der speziellen Kunstszene sehr begehrte - Zeichnungen schuf.

Zinelli gilt als der bekannteste Art Brut-Künstler Italiens. Aus 2014 stammt das Buch “Carlo Zinelli. Chronache Visionarie/Visionary Chronicles” des Autorenteams Giorgio Bedoni, Francesco Porzi und Eva di Stefano. Es ist erschienen in italienischer und englischer Sprache in der Glifo Edizioni, Palermo, 112 S., 50 Abb., Preis 15,00 Euro, ISBN 978-88-98741-06-9.


- Abbildung: Presseinfo Verlag -
Stören Psychopharmaka Kunst und KünstlerInnen?
02.05.2016
Stören Psychopharmaka Kunst und KünstlerInnen?
Selbsthilfe bietet interessantes Forum an
Saarbrücken. Günter Wallraff, der früher einmal Outsider Art von Psychiatrieerfahrenen sammelte, meinte vor Jahren, dass die Kunst unter Psychopharmaka leide, wenn diese Gefühle massiv unterdrücken und damit Künstlern durch Chemieeinfluss der freie Lauf ihrer Bildenden Kunst erschwert werde. Wallraff übte Kritik an Ärzten, wenn sie Menschen per Psychopharmaka ihre Kreativität raubten. Manche psychiatrischen Kliniken in Deutschland meinen heute noch, bestimmte Motive von Künstlern (mit und ohne Diagnose und ohne wie mit Psycho-Medikamenten) in Ausstellungen in ihren Einrichtungen nicht zeigen zu können, wenn Bilder „zu aufregend“ oder „zu erregend“ seien. Dabei weiß man längst, dass dies Unsinn ist und damit natürlicher gesundender Ausdruck behindert wird. Eine Einschränkung der Kunstfreiheit der besonderen Art.

Ein neues Internetprojekt der saarländischen Selbsthilfe SeelenLaute (im BPE e.V.) will kritisches Gesundheitsbewusstsein und die Verbreitung von Betroffenenwissen fördern. Hier sind die Experten aus Erfahrung zu ihren genutzten und praktizierten Alternativen zu Neuroleptika, Antidepressiva & Co. gefragt. Ausdrücklich sind auch psychiatrieerfahrene Künstlerinnen und Künstler zum Mitmachen eingeladen.

Betroffene mailen ihre konkreten Erfahrungsstatements in maximal zehn Sätzen (auch mit Pseudonym möglich) und möglichst mit Wohnortangabe (ggfs. nächstgrößere Stadt) an selbsthilfe_seelenlaute-saar@email.de. Im Gedanken des Trialogs können auch nicht-Psychiatrieerfahrene ihre Meinung mitteilen. Die Europäische Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V. hat für das Projekt einen Redakteur zur Verfügung gestellt, der die eingehenden Beiträge sichtet und sie in einer Auswahl als Sonderpublikation „Forum STATT PSYCHOPHARMAKA“ online stellt. Eventuell erscheint zusätzlich eine Printausgabe als Sonderzeitung.

Das Selbsthilfeprojekt wird mit freundlicher Unterstützung mehrerer Betriebskrankenkassen (Bahn BKK, Daimler BKK, Debeka BKK, Deutsche BKK, SBK und Securvita BKK) durchgeführt.
Termine

24.04.2018
Art-Transmitter am 6. Mai wieder open air n Luxemburg-Stadt
Standpräsenz bei „Kunst am Grund“

Art-Transmitter am 6. Mai wieder open air n Luxemburg-Stadt

Luxemburg. Die 13. Auflage der internationalen Open Air-Gallery „Konscht am Gronn“ in Luxemburg-Stadt beginnt am 6. Mai 2018. Die Ausstellung im alten mehr
23.04.2018
« Les Peintres dans la Ville » am 2.6. in Creutzwald am See
Malwettbewerb mit kleinen Preisen
Creutzwald (Frankreich). Die lothringische Gemeinde lädt auch dieses Jahr wieder alle interessierten Künstlerinnen und Künstler zum grenzüberschreiten mehr
22.04.2018
AMEOS-Kunstpreis 2018
Preisverleihung am 26. April in Neustadt
Neustadt. Zum fünften Mal verleiht der AMEOS-Klinikkonzern seinen Kunstpreis an in den eigenen Häusern künstlerisch tätige Bewohner und Patienten. Sei mehr