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Kreative Begegnungen in Südfrankreich 2021
01.07.2021
Kreative Begegnungen in Südfrankreich 2021
Campus Vivendi lädt zu erweitertem Programm ein
Montagnac (F). Endlich kann der europäische “Ort der Lebendigkeit” für 2021 durchstarten! Das Team um Petra Langehaneberg, Ljudmila Pavlenko (Mila), Delef Gabel De Clerck und Anton Reichl (Toni) leistet dies vor Ort mit vollem Elan und zusätzlichen lokalen plus Gast-Referent*innen in einem erweiterten Programmangebot bis Dezember. Das Begegnungszentrum wird von der gleichnamigen gemeinnützigen internationalen Stiftung deutschen Rechts getragen. In seinen Häusern in Südfrankreich in der Provinz Languedoc lädt Campus Vivendi vor allem Menschen mit psychosozialen Handicaps und seelischen Troubles zum Erholen und Aktivsein ein, um persönliche Stärkung und gelebtes Miteinander in gegenseitigem Respekt und Selbstbestimmung zu erfahren, – jenseits fürsorgender therapeutischer Strukturkonzepte.

Das Haupthaus steht im mediterranen Städtchen Montagnac. Es beherbergt Atelierräume, Nutzgarten, Wiese mit Gartenhaus, eine Bibliothek, Meditationsraum, Küche, Mehrzweckraum und einen geräumigen Balkon. Im benachbarten Pézenas hat man 2020 ein separates Wohnhaus für die Gäste eingerichtet, inklusive barrierefreiem Zimmer. Als Folge wurde die Adresse im Dörfchen Saint-Pons-de-Mauchiens aufgegeben. Ein weiteres Anwesen wurde im Distrikt gekauft, um dort ein Theater erstehen zu lassen. Dieses liegt idyllisch alleinstehend auf dem Land und wird zu einem Park mit Bühne und Schmetterlingshaus umgebaut. Sowohl die Mitarbeitenden als auch die zu den Terminen oder längere Zeit bei Campus Vivendi verweilenden Gäste kommen aus Deutschland und Frankreich (oder weiteren Ländern). In beiden Ländern ist man gut vernetzt, nach Deutschland mit freundschaftlichen Kontakten zur Selbsthilfebewegung im Südwesten (insbesonders zu SeelenLaute Saar und zur rheinland-pfälzischen Selbsthilfe SeelenWorte) oder Norddeutschlands. Seit vergangenen Herbst besteht eine Kooperation mit dem europäischen Kultur-Inklusionsprojekt Art-Transmitter (Dortmund).


BILDHAUERN, YOGA, REITEN, LITERATUR, KUNST, KOCHEN, SINGEN ..

Das Jahresprogramm am Hauptstandort in der 90 Av. Pierre Azéma, F-34530 Montagnac und in kleineren Orten der Umgebung bzw. oftmals auch in der Natur, beinhaltet zwei Stränge. Zum einen laden die ‘Künstlerischen Begegnungen’ zu einwöchigen Ateliers ein. Da gibt’s im September die Skulpturen-Woche mit dem künstlerischen Leiter Toni Reichl, gefolgt vom Schreib-Atelier mit Gangolf Peitz, das erstmals am 11. Oktober für die poetisch Interessierten startet. Amandine Lasa bietet ab 8. November Modernes Zeichnen an und der Dezember klingt mit Light Painting vom 6. bis 11.12. unter Leitung von Serge Bonnet aus. Zum anderen können die ‘Kleinen Entdeckungsreisen’ des Campus Vivendi genutzt werden, eintägige Mitmachangebote mit teilweise den gleichen ReferentInnen, durchgeführt zweimal in der Woche, vor allem im Sommer. Wie wär’s mit “Musik und Yoga” an der frischen Luft, mit einem Kurs “Regionale Gerichte kochen” oder mit “Singen in französisch und deutsch”? Auch Textilmalerei steht auf der Agenda und selbst Pferde kommen hippotherapeutisch outdoor zum Einsatz. Gearbeitet wird immer in kleinen, persönlichen Gruppen, ohne dass Vorkenntnisse erforderlich sind.


IM OKTOBER ERSTMALS SCHREIBATELIER-WOCHE

Ein Novum ist die Aufnahme eines literarischen Angebots in die regulären Campus Vivendi-Wochen, nach erfolgreichem Probelauf über die saarländische Selbsthilfe, mitgebracht in deren Reisegepäck 2018 und 2019. Als Leiter konnte Künstlerautor Gangolf Peitz vom Büro für Kultur- und Sozialarbeit Saar verpflichtet werden, der die Zusammenarbeit mit Art-Transmitter herstellen konnte und schon lange Jahre auch für Selbsthilfevereine tätig ist. Die Schreibwoche im Herbst in Montagnac wird vom Veranstalter wie folgt vorgestellt: “Schreiben .. hilft! Im Atelier verfassen wir eigene Texte (Gedichte, Kurzgeschichte, Dada..). Theorie wird leicht verständlich vermittelt (Stilmittel, Formen, Beispiele) und im Praxisteil zu wechselnden Themen im Silentium geschrieben. Gemeinsam werden die Ergebnisse erörtert und verfeinert. Literarische Spiele lockern auf. Nach Vortragsübungen ist der Schlusspunkt eine spannende Atelier-Lesung. Die Werkstattwoche wird primär in deutscher Sprache moderiert, ist aber multilingual angelegt.” Als Stammautor beim deutsch-französischen Kulturmagazin ‘Paraple’ (Bouzonville) will Peitz mit den Teilnehmer*innen ergänzend mit dieser mehrsprachigen Zeitschrift und der grenzübergreifenden Selbsthilfe-Zeitung ’SeelenLaute’ arbeiten, als Option für eine Veröffentlichung.

Dank Förderung durch den Deutsch-Französischen Bürgerfonds sind alle Termine kostenfrei. Reise- und Unterkunftskosten können bei Bedarf teilweise erstattet werden. Für deutsche Gäste sind im Übrigen alternativ – vorab selbst zu besorgende – Zuschüsse über GKV-Mittel, Persönliches Budget oder DRV möglich. Eine Übernachtung (einfacher Zimmerstandard) kostet 8 € pro Tag, die Vollverpflegung 6 € am Tag. Man kocht, isst und spült gemeinsam, kauft zusammen ein und organisiert sich in Absprache selbst. Im Notfall stehen Hilfeoptionen bereit, egal was es betrifft. Das Team ist überdies für Ausflüge unterstützend ansprechbar, ob zum Beispiel zum Schwimmen am Strand von Mèze, einem Besuch der Hafenstadt Sète oder für eine Wanderung durchs weite Weinbauareal. Gäste-Transfers werden mit dem eigenen Minibus übernommen, etwa vom TGV-Bahnhof Montpellier oder bei Unternehmungen. Auch existieren gute günstige Busverbindungen.

• Kontakt & Anmeldung: Tel. +33 (0) 6 330 66 313 oder Email an campusvivendi@gmail.com. Der aktuelle Veranstaltungskalender ist unter der angegebenen Website abrufbar. (c) Logo: Veranstalter / Text + Foto: G. Peitz
www.campusvivendi.de/event-kalender
„Uniphobia – (Keine) Angst“-Ausstellung im Uniwerk Pirna
04.06.2021
„Uniphobia – (Keine) Angst“-Ausstellung im Uniwerk Pirna
Mit Leipziger Selbsthilfe-Outsider Art-Künstler Thomas Riesner und anderen
Pirna / at-pg. Angst in ihren unterschiedlichsten Facetten ist Thema und Titel einer Gemeinschaftsausstellung im Uniwerk Pirna, mit Werken Kulturschaffender verschiedener Genres ohne regionale oder sonstige Einschränkungen, angekündigt für die Zeit vom 4. bis 25. Juli 2021, vorbehaltlich der lokal gültigen Pandemieschutz-Regeln. Die Vernissage ist für den 3. Juli um 11.00 Uhr terminiert, mit einem „super optimistischen Programm“, laut Veranstalter. Danach wird nach Bedarf geöffnet, bevorzugt am 10./11. und 17./18. Juli. Besucheranmeldungen sind unter info@uniwerk.de erbeten. Kontaktadresse: Uniwerk e.V., Alte Feuerwache, Obere Burgstraße 6b, 01796 Pirna, Tel. 0176 78005024.

Der beim Leipziger Psychiatrieerfahrenen-Selbsthilfeverein Durchblick e.V. verortete sächsische Outsider Art-Künstler Thomas Riesner ist in Pirna mit sechs seiner Zeichnungen vertreten. Mit Dank an den Künstler dürfen wir davon seine Arbeit „Fear“ (Tusche auf DIN 4-Papier) in unserer Abbildung zeigen. Riesner ist heute mit seinen speziellen T.R.-Miniaturen international bekannt und wurde zuletzt vom Newsletter der englischen Außenseiterkunst-Fachzeitschrift Raw Vision portraitiert.

Weitere Informationen unter der angegebenen Website des Veranstalters
- (c) Bild & Foto: Künstler -
www.uniwerk.de
ANIMALE E PERSONA
02.06.2021
ANIMALE E PERSONA
Werke der Hannah Rieger-Sammlung bis 27.6. in Mistelbach
Mistelbach (Österreich). Vom 29. Mai bis 27. Juni 2021 ist im Barockschlössl der niederösterreichischen Stadtgemeinde Mistelbach die Ausstellung “Animale e persona” zu sehen. Sie versammelt 95 hochkarätige Arbeiten der Privatsammlung Hannah Rieger, von 40 Art Brut-Künstlerinnen aus 16 Ländern. Vertreten sind Werke u.a. von Josef Bachler, Laila Bachtiar, Ida Buchmann, Aloïse Corbaz, Madge Gill, Martha Grunenwaldt, Johann Hauser, Margarethe Held, Pradeep Kumar, Michel Nedjar, Masao Obata, Günther Schützenhöfer, Takuya Tamura, Karl Vondal, Agatha Wojciechowsky und Carlo Zinelli. Zur Ausstellung erscheint ein PDF-Katalog in deutscher Sprache. Das Haus ist gemäß den gültigen örtlichen Coronapandemie-Schutzregeln besuchbar. Weitere Angaben im Flyer (Abb.), entsprechend den Medieninformationen des Veranstalters.

Hannah Rieger (geb. 1957 in Wien, gelernte Wirtschaftswissenschaftlerin) sammelt seit 1991 Außenseiterkunst mit Schwer- und Ausgangspunkt bei den Gugging-Künstlern. Zudem liegt ihr Fokus beim Thema Frau, als Motiv in Art Brut und Outsider Art, wie auch in Bezug auf deren Künstlerinnen und Sammlerinnen. Zunehmend hat sie ihre Erwerbungen internationalisiert. 2014 gab sie im österreichischen AQ-Verlag ihre erste Art Brut-Publikation heraus: „Kunst, die verbindet“, gefolgt vom Katalog „Living in Art Brut. 123 works from the Hannah Rieger Collection“ in 2017. Winter 2018/2019 zeigte das Art et marges musée in Brüssel die von ihr kuratierte Ausstellung "Les Femmes dans l´Art Brut?". Ko-Kuratorin war Hannah Rieger 2019 dann beim Kunstforum Wien bei der Ausstellung „Flying High. Künstlerinnen der Art Brut“ und Mitherausgeberin des gleichnamigen Katalogs (Kehrer Verlag, Heidelberg).

Mistelbach spielte eine wichtige Rolle während der Psychiatriereform in der Alpenrepublik, als die institutionelle Psychiatrie zugunsten eines gemeindenäheren Modells verändert wurde, wobei die Regionalklinik von Maria Gugging vorangegangen war. Die Psychiatriereform in Österreich wurde durch die bundesdeutsche Psychiatrie-Enquete von 1975 mitgeprägt und nachfolgend auch im Vergleich mit der italienischen Psychiatriereform unter Basaglia analysiert. / gp
www.meinbezirk.at/event/mistelbach/c-ausstellung/ausstellung-animale-e-persona-art-brut-aus-
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31.12.2024
JAHRESKALENDER 2024 Selbsthilfe SeelenLaute Saar & SeelenWorte RLP
Über/regionale Termine & Angebote
Workshops / Vorträge / Seminarfahrten / Infostände & Teilnahmen / Wettbewerbe / Medien etc. Aus dem weiteren Programm. Letzte Aktualisierung: 26.02.24 mehr
05.01.2024
DIE FARBEN DES LEBENS / LES COULEURS DE LA VIE
Schreibatelier bei Campus Vivendi in Südfrankreich im April 2024

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Eine neue Seminarfahrt von Selbsthilfe SeelenLaute Saar mit einer Kleingruppe von Mitgliedern sowie LeserInnen der Selbsthilfezeitung SeelenLaute und mehr
28.12.2023
OUTSIDE IN: Humanising the Arts
Symposium in Brighton im Januar
Die gemeinnützige britische Organisation Outside In, die Künstler:innen mit gesundheitlichen und sozialen Beeinträchtigungen unterstützt, veranstaltet mehr