Wettbewerbe
20.09.2012
andersartig gedenken – Ideenwettbewerb für Schulen
Wie kann ein Denkmal für die Opfer der „Euthanasie“ aussehen?
Berlin. Während der Herrschaft des Nationalsozialismus wurden in Deutschland bis 1945 geschätzte 300.000 Kinder, Frauen und Männer wegen psychischer Erkrankungen oder Behinderung ermordet. Für die barbarische Aktion benutzten die Faschisten Begriffe wie „Gnadentod“ oder „Vernichtung unwerten Lebens“, womit die systematischen Massenmorde des Nazi-Regimes an schließlich Millionen von Menschen begannen. Die Opfer der deutschen „Euthanasie“ sind Teil des Gedächtnisses unserer Gesellschaft.

Die künstlerische Auseinandersetzung ist ein schöpferischer Weg, mit dem schwierigen Thema umzugehen, dem Vergessen entgegenzutreten. Wie kann ein Denkmal für die Opfer aussehen? So lautet die Frage des Ideenwettbewerbs „andersartig gedenken“ für Schülerinnen und Schüler der Klassen 9-13. Sie sind aufgefordert, sich im Unterricht damit zu beschäftigen und künstlerische Ansätze für ein Denkmal zu entwickeln. Gefragt sind Eigensinn und Kreativität. Für die schulischen Gewinnerbeiträge wird ein Preisgeld von 6500 Euro zur Verfügung gestellt. Die öffentliche Preisverleihung ist am 26. Januar 2013. Die Preisträger werden im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin im Rahmen der Konferenz „NS -“Euthanasie“ in europäischer Perspektive“ ausgezeichnet. Dort werden auch die Wettbewerbsbeiträge ausgestellt. Ausgewählte Beiträge und die der Gewinner werden auf der Website gedenkort-t4.eu präsentiert. Bis zum 30.11.2012 können Wettbewerbsbeiträge eingeschickt werden.

„andersartig gedenken“ wird gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Bundestages. Weitere Förderer sind der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin und die Stiftung Parität Berlin.
www.andersartig-gedenken.de/index.php?id=2
AOK Nordost schreibt wieder Kunstpreise und Ausstellungen aus
04.08.2012
AOK Nordost schreibt wieder Kunstpreise und Ausstellungen aus
Kasse erkennt Wichtigkeit der Kunst für die Gesundheit – Selbsthilfe lobt Engagement als vorbildlich
Teltow. Erneut schreibt die AOK Nordost Kunstpreise und Ausstellungen aus. KünstlerInnen aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern können sich für das Jahr 2013 bis zum 30.09.2012 bewerben. Zugelassen sind zweidimensionale Arbeiten (Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie u.ä. gerahmte Werke) die sich mit dem Thema „Kunst trifft Gesundheit – bewegen und berühren (Visionen)“ befassen. Eine Altersbegrenzung besteht nicht.
Für die Anlieferung nach Teltow, Berlin, Schwerin bzw. Neubrandenburg, die Bereitstellung für ein Jahr und die Abholung vom letzten Ausstellungsort gibt es ein Pauschalhonorar von 250,00 Euro pro Quartalsausstellung. Der AOK Kunstpreis 2013 wird hier unter allen ausgewählten ausstellenden KünstlerInnen ausgelobt. Dem Preisträger winkt als Gewinn ein Monatsstipendium im Lukas-Künstlerhaus Ahrenshop im Jahr 2014 (kostenloser Aufenthalt plus 800,00 Euro). Außerdem gibt es einen Publikumspreis.

Bundesdeutsche kreativ arbeitende Selbsthilfeinitiativen begrüßen das Engagement der AOK. Unter anderem hieß es von der saarländischen Landesorganisation Selbsthilfe SeelenLaute (im Bundesverband BPE e.V. organisiert und in Selbsthilfe wie Kulturszene weit vernetzt), dass dies auch ein wichtiges Signal für andere GKV-Kassen sein sollte, regelmäßig und verstärkt in Kunstaktivitäten für die Gesundheit zu investieren, um ganzheitliche und nachhaltige Gesundheitseffekte zu stärken.
Betroffene z.B. mit psychischen Erkrankungen hätten enorme künstlerische Potentiale, die es auch in der Selbsthilfeförderung intensiver zu berücksichtigen gelte. Immer noch werde hier viel zu sehr Ergo-, Kunst- und Kreativtherapien in Kliniken und Praxen der Vorzug gegeben, statt -auch finanziell das Gesundheitssystem entlastend- selbstbestimmte Betroffenen-Gesundheitsarbeit im Künstesektor direkt zu unterstützen. Selbsthilfe SeelenLaute Saar führt jährlich einen bundesweit einmaligen großen kulturellen Selbsthilfetag für seelische Gesundheit durch, der inzwischen bundesweit Akzente setzt (Art-Transmitter.de berichtete).

Ein Mitarbeiter vom gemeinnützigen Kunstprojekt Art-Transmitter lobte die offensichtliche Vorreiterrolle der AOK in der Förderung von Kunst mit gesundheitsthematischem Bezug.

Die aktuelle 2012-Ausstellung des AOK-Kunstprojektes "Kunst trifft Gesundheit - wachsen und innehalten" ist im laufenden Quartal derzeit im AOK Servicecenter Lichtenberg, Deutschmeisterstraße 16 in 10367 Berlin noch bis zum 19. September 2012 zu besichtigen. Mitglieder des Berliner BBK sind ausstellend auch beteiligt.

Zum Gesamtprojekt weitere Informationen bei:
AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Abt. Marketing
Frau Münnich
Potsdamer Str. 20
D-14513 Teltow
Tel. 0800-26508031157
Anett.muennich@nordost.aok.de
23.07.2012
Lebenshilfe-Kunstwettbewerb 2012
Mittendrin - in der Gesellschaft ankommen, dabei sein und teilhaben!
Wilhelmshaven. Das Jahresthema der Lebenshilfe Wilhelmshaven-Friesland „ Mittendrin“ korrespondiert mit der angestrebten Teilhabe der Menschen mit Behinderungen am Leben der Gemeinschaft, welche auch heute noch nicht selbstverständlich ist. Passend dazu befasst sich ein Kunstwettbewerb mit den Assoziationen von Künstlerinnen und Künstlern zu diesem Begriff. Was löst er aus? Wie wird dieses „Mittendrin sein“ individuell bewertet? Ist es gleichermaßen erstrebenswert, oder wird es eher als störend erlebt? Beobachter oder Akteurin, Nähe suchen oder Abstand wahren?!

Der Veranstalter freut sich auf interessante künstlerische Interpretationen. Erlaubte Techniken sind: Malerei auf Leinwand, Nessel, Papier oder entsprechenden Bildträgern, Skulpturen aus Holz, Ton, Gips und Metall.
An der Ausstellung können sich Künstlerinnen und Künstler beteiligen, die ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben, vornehmlich spricht man Teilnehmende aus der Region an. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Jeder kann maximal zwei Werke einreichen. Bewerbungen sind bis zum 15.08.2012 möglich. Eine Jury entscheidet auf Grundlage eingereichter Fotos über die Annahme der Werke bis zum 1.09.2012, welche dann im Oktober -bedauerlichweise ohne Aufwandsentschädigung für die KünstlerInnen- bei der Sparkasse Wilhelmshaven abgegeben werden sollen. Jede ausgestellte Arbeit wird auf Antrag mit einem Materialzuschuss von 20,- € versehen. Die Preise: 1. Preis 750 Euro, 2. Preis 500 Euro und 3. Preis 100 Euro.

Eine Verkaufsausstellung der jurierten Arbeiten findet in der Hauptstelle der Sparkasse Wilhelmshaven, Theaterplatz 1 statt, mit Vernissage am 10.10.2012 um 17.00 Uhr, Finissage mit Preisverleihung ist am 16.01.2013.

Kontakt und weitere Informationen:
Lebenshilfe Wilhelmshaven-Friesland
Peterstr. 68, D-26382 Wilhelmshaven
Tel. 04421/42493, info@lebenshilfe-whv-fri.de

Teilnahmebedingungen und Anmeldeformular im Netz unter
www.lebenshilfe-whv-fri.de/kunstwettbewerb.htm
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