Termine
13.12.2011
„Antworten – Künstler reagieren auf die Sammlung Prinzhorn“
Tagung am 27./28. Januar 2012 im Heidelberger Museum
Heildelberg. Mit der Tagung „Antworten – Künstler reagieren auf die Sammlung Prinzhorn“ (27. und 28. Januar 2012 im Heidelberger Museum Prinzhorn) nimmt die Sammlung noch einmal das Thema der Jubiläumsausstellung „Von Kirchner bis heute“ auf, als wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Antworten-Werken.

Die weltweit einzigartige Sammlung wird international als herausragender Beitrag zur Kulturgeschichte anerkannt. Dennoch gab es bisher nur punktuelle Untersuchungen darüber, auf welche Weise ihre Werke KünstlerInnen des 20. und 21. Jahrhunderts in ihrem Schaffen beeinflusst haben. Jeder von diesen Kulturschaffenden, die sich mit Werken der Heidelberger Sammlung auseinandersetzte, fand einen eigenen Zugang mit jeweils anderem Anknüpfungspunkt im eigenen Schaffen. Über die Jahrzehnte sind so Werke entstanden, die ihre Stellung in der modernen Kunstgeschichte behaupten, wie die „Wintermondnacht“ (1919) von Ernst Ludwig Kirchner, der „Planetenzusammenstoß“ (1919) von Alfred Kubin, „Ödipus“ (1931) von Max Ernst, der „G-Kopf“ (1961) von Georg Baselitz, oder die „Prinzhorn-Übermalungen“ (2004) von Arnulf Rainer.

Die Tagung geht den Fragen nach, was damals und heute KünstlerInnen am historischen Fundus interessierte, bis heute fasziniert und welche aktuellen Fragestellungen Ihnen dabei wichtig erscheinen. Die kreativen „Antworten“ seit Mitte der 1920er Jahre bis heute sollen erstmals intensiv wissenschaftlich diskutiert werden. Expressionisten, Surrealisten oder die Bauhaus-Bewegung schöpften Anregungen aus den Arbeiten der Sammlung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Heidelberger Sammlung wieder von Malern und Zeichnern (so von Jean Dubuffet, Georg Baselitz oder Arnulf Rainer) entdeckt, nicht zuletzt über Prinzhorns Buch „Bildnerei der Geisteskranken“ (1922). Die Zahl der künstlerischen Reaktionen wuchs, seit Wanderausstellungen ab 1980 den Fundus international bekannt machten und verstärkt seine Schätze vorstellten. Seit Eröffnen eines eigenen Museums auf dem Gelände des Heidelberger Altklinikums 2001 nutzen Künstler die Möglichkeit, sich intensiv auf Originale vor Ort einzulassen.

Veranstaltungsort: FREITAG 27.01. im Vorlesungssaal Psychiatrie, Voßstr. 4, SAMSTAG 28.01.2012 im Institut für Medizinische Psychologie, Vorlesungssaal, Bergheimerstr. 20, 69115 Heidelberg. Es wird eine Teilnahmegebühr erhoben. (Hinweis der Redaktion: interessierte psychiatrieerfahrene TeilnehmerInnen, die aus heutiger Betroffenensicht auch kritisch mitdiskutieren mögen, können Unkosten über bestehende GKV-Selbsthilfeförderung abrechnen).

Kontakt und Anmeldungen über Fr. Liane Wendt, liane.Wendt@med.uni-heidelberg.de, Informationen auch auf der u.g. homepage. Das Tagungsprogramm hier als Flyer für weitere Informationen (PDF)
www.prinzhorn.uni-hd.de
04.12.2011
"Vincent will Meer" am 5. und 6. Dezember in Saarbrücken
Selbsthilfe zeigt prämierten Spielfilm zum Thema Anderssein
Saarbrücken. Am 5. und 6. Dezember 2011 zeigt die Saarbrücker Selbsthilfeinitiative UPS jeweils um 20.00 Uhr den Spielfilm "Vincent will Meer" (D 2010, Deutscher Filmpreis 2011, Prädikat: besonders wertvoll), worin es einmal ganz anders um die Themen Psychiatrie und Anderssein geht.
Eine Veranstaltung der Unabhängigen Psychiatrie-Erfahrenen Saarbrücken (UPS) im Kino Achteinhalb, Nauwieserstraße 19, 66111 Saarbrücken. Für Psychiatrieerfahrene ist der Eintritt frei.
Kontakt/Ansprechpartner: Hr. Peter Weinmann, Tel. 0681/62641

Hier der Flyer für weitere Informationen (PDF)
Bernd Jakobs ab 1. Dezember mit Einzelausstellung in Trier
29.11.2011
Bernd Jakobs ab 1. Dezember mit Einzelausstellung in Trier
LEBEN (GESICHT AM ANFANG) 01.12.2011 - 15.02.2012
Trier. Art-Transmitter-Künstler Bernd Jakobs zeigt jetzt -nach seiner erfolgreichen Partizipation in der "Chaos und Ordnung"-Ausstellung im Spätsommer in der Stadthalle Merzig- ab 1. Dezember im Trierer Mutterhaus der Borromäerinnen (Eingang Feldstraße) 19 besondere Papierarbeiten aus seinem Opus. Der Titel seiner Ausstellung, die im Foyer des Haus K zu sehen ist: "Leben (Gesicht am Anfang)". Eine Vernissage veranstaltet das Klinikum nicht, auch die Pressearbeit des Hauses wurde von Beobachtern der Trierer Kunstszene als zu gering, wenig angemessen bewertet.

Für ein Neugeborenes steht das Gesicht der Mutter am Anfang des Lebens. Es gibt Orientierung und Geborgenheit. "Jetzt nur nicht das Gesicht verlieren", schreibt Bernd Jakobs in der Einladung. "Ich habe es satt immer nur zu kämpfen, mein ganzes Leben lang. Auch wenn ich im Recht wäre und bin. Verliere nicht das Gesicht, denn das Gesicht war am Anfang!"

Das Klinikum Mutterhaus hat eine lange Tradition. Die Gründung erfolgte 1849 durch die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus. Diese Gemeinschaft von Ordensfrauen wurde 1652 in Nancy gegründet, um sich besonders für Notleidende, Kranke und Kinder einzusetzen. Heute betreibt man in Trier für die Stadt die einzige stationäre Psychiatrie, die in den letzten Jahren eine Erweiterung erfuhr.

Besucher können die außergewöhnlichen Bilder von Bernd Jakobs bis Mitte Februar 2012, täglich in der Zeit von 8.00 bis 18.00 Uhr besichtigen.

Mehr zum Mutterhaus unter www.mutterhaus.de, zum Künstler und seinem Werk auf den Galerieseiten unter:
www.art-transmitter.de/index.php?tp=303&artist=139
Termine

04.12.2017
Neues und Unbekanntes aus der Sammlung Prinzhorn
Mittwoch, 13.12. in Heidelberg
Heidelberg. Museum Sammlung Prinzhorn lädt zu r Eröffnung der Ausstellung „Das Team als Kurator“ für Mittwoch, den 13. Dezember 2017 um 19.00 Uhr ein. mehr
02.12.2017
Lesung "Schokolade und Stein" am 12.12. in der Villa Gugging
Autobiografischer Roman von Edi Goller mit August Walla-Bezug
Maria Gugging (Österreich). "Schokolade und Stein" heißt die Buchpräsentation und Lesung mit Autorin Edi Goller, am 12. Dezember 2017 um 19. mehr
01.12.2017
Ody Saban-Retrospektive in Paris
07.-23.12. bei Galerie Claire Corcia
Paris. Die mit ihren Werken bisweilen selbst für Outsider Art-Präsentatoren „zu extreme“ Außenseiterkünstlerin Ody Saban zeigt vom 7. bis 23. Dezember mehr