Termine
Morton Bartlett du 23 novembre 2012 au 14 avril 2013
11.01.2013
Morton Bartlett du 23 novembre 2012 au 14 avril 2013
Lausanne (Suisse). La Collection de l’Art Brut présente, en collaboration avec la Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin, la première exposition monographique en Europe consacrée à l’auteur d’Art Brut américain Morton Bartlett (1909-1992). Après Berlin, elle est accueillie à Lausanne.

En 1996, la Collection de l’Art Brut reçoit en donation de la part de Marion Harris, galeriste new-yorkaise, quarante-deux œuvres de Morton Bartlett. On compte parmi ce corpus important des dessins à la mine de plomb, diverses sculptures en plâtre représentant des enfants, comme deux fillettes, mais aussi des études d’oreilles et de pieds, un moule dentaire, des visages aux expressions variées, des ensembles de vêtements réalisés avec minutie et des photographies en noir et blanc tirées à partir de négatifs originaux. Toutes ces pièces ont été réalisées entre 1936 et 1963, sur une période de vingt-sept ans, par Morton Bartlett. Cet auteur a donné corps à une famille recomposée, enracinée dans l’enfance. L’ensemble de son travail, découvert à son domicile après sa mort, à l’âge de huitante-trois ans, a été conçu à des fins purement personnelles et aucune de ses œuvres n’a jamais été montrée au public de son vivant. Outre la Collection de l’Art Brut qui possède le plus grand ensemble d’œuvres de Morton Bartlett, des photographies sont conservées au Metropolitan Museum of Art de New-York et au Museum of Modern Art de San Francisco.


Access to the Collection de l´Art Brut

11, av. des Bergières, CH - 1004 Lausanne
Tél. +41 21 315 25 70, art.brut@lausanne.ch

Public transportation: Buses nº 2, n° 3 et n° 21, stop: Beaulieu-Jomini, from the railway station: bus nº 3 et nº 21 stop: Beaulieu-Jomini

Access by car: Highway: follow Lausanne-Nord; get out Lausanne-Blécherette, follow "Palais de Beaulieu". Parking at the Palais de Beaulieu (100m. from the Collection). No parking for visitors at the Collection de l´Art Brut.
www.artbrut.ch
„Molltöne der Seele – Melancholie in der Kunst“ bis 04.01.2013 in Trier
10.12.2012
„Molltöne der Seele – Melancholie in der Kunst“ bis 04.01.2013 in Trier
Psychiatrieeinrichtungen zeigen Werke von KünstlerInnen ihrer Häuser
Trier. Noch bis zum 4. Januar 2013 können im Eingangsfoyer der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Willy-Brandt-Platz 3 in Trier (Mo. - Fr. von 09.00 - 17.00 Uhr) Arbeiten verschiedener KünstlerInnen der Kunsttherapie der Erwachsenenpsychiatrie des Klinikum Mutterhaus, des Caritasverbandes, Wohnverbund Raphaelshaus, aus Trier sowie des gemeindepsychiatrischen Betreuungszentrums Robert-Walser-Haus, Saarburg, besichtigt werden. Auch Künstler von Art-Transmitter nutzen Angebote der oben genannten klinischen bzw. Sozialträger-Einrichtungen.

Die Ausstellung wurde mit einem Vortrag von Dr. med Bernd P. Laufs (Psychiatrie) am 29. November 2012 eröffnet. Eine fachliche künstlerische Einführung ins Opus der Künstler fehlte laut vorliegenden Informationen leider. Ob eine Bilderliste verfügbar ist, ist der Redaktion nicht bekannt, zumal die Veranstaltungsbewerbung wenig intensiv war. Veranstalter ist die Psychiatriekoordination des Landkreises Trier-Saarburg im Kompetenznetz gegen Depression Eifel-Mosel. Die regionale Betroffenen-Selbsthilfe wurde offenbar nicht in die Ausstellungskonzeption oder für einen Vortrag auf der Vernissage einbezogen bzw. vorgesehen, was aus diesen Kreisen bedauert wurde.

25.11.2012
Zwangsbehandlung in Deutschland: Teilerfolg gegen Rückfälle der Politik. 10.12. BPE in Sachverständigenanhörung
Auch Künstler mit und ohne Psychiatrieerfahrung zeigen sich besorgt
Berlin. Wie die Saarbrücker Anlaufstelle für Selbstbestimmt Leben (ASL) am 25. November meldete, konnte verhindert werden, dass die Koalitionsfraktionen das Thema Zwangsbehandlung als Anhängsel an ein anderes Gesetzgebungsverfahren ohne erste Lesung in den Bundestag einbringen. Die Opposition konnte nach massiven Protesten das Schnellverfahren stoppen. Im Bundestag sollte per Eilverfahren das Grundrecht von Bürgerinnen und Bürgern mit psychischer Erkrankung auf körperliche Unversehrtheit eingeschränkt werden.

Die Betroffenen und ihre anerkannten Interessenvertretungen (vgl. Stellungnahme des Bundesverbandes Psychiatrieerfahrener e.V. auf www.bpe-online.de), Ihnen verbundene Angehörige und Einrichtungen, sowie humanistisch denkende berufliche Profis und Experten aus Sozial- und Gesundheitsarbeit wie auch aus der Rechtssprechung (cf. in diesem Zusammenhang die UN-Behindertenrechtskonvention) reagierten daraufhin mit Bestürzung und Entsetzen. Auch seriös und unabhängig arbeitende Medien steuern gegen. Unter anderem kritisierte der „Spiegel“ unter der Überschrift "Zwangsbehandlung: Politiker übergehen die Betroffenen".
Selbst der Betreuungsgerichtstag schrieb im November in Bezug auf DGPPN-Verlautbarungen: „Das letzte halbe Jahr zeigt keine bedrohliche Entwicklung für Patienten in der Psychiatrie. Vielmehr hat sich gezeigt, dass andere therapeutische Wege zur Verfügung stehen und erfolgreich beschritten werden können. Ärztliche Notmaßnahmen sind in allen Bereichen weiterhin möglich."

Immer mehr Protestschreiben gehen bei den Bundestagsabgeordneten ein, eine wachsende Widerstandsbewegung wehrt sich gegen ein nicht nachvollziehbares politisches Procedere. Der Recherche nach kommen die (bisher) im Berliner Plenum gelieferten Argumente fast gänzlich von der der Pharmaindustrie nahestehenden Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN). Eine Medienkampagne, die die Bedenken der beiden höchsten deutschen Gerichte (BVG und BGH) gegen das Instrument Zwangsbehandlung ins Lächerliche zieht, ist demzufolge pharmafinanziert. Kritiker und Experten monieren im Weiteren, das solch ein Handeln auch vernünftige trialogische Konzepte zerstöre. Dies sei „demokratisch ein Unding, ethisch und religiös inakzeptabel“, hier sei offenbar etwas am Entgleiten. Die deutsche Psychiatrie müsse sich modern nach vorne entwickeln, nicht in ihre Geschichte zurückfallen, „die Kranken und Behinderten von morgen sind wir alle“, hieß es z.B. in einem Brief an saarländische Bundestagsabgeordnete.

Am 10. Dezember soll die öffentliche Sachverständigenanhörung zum Gesetzesentwurf zur Zwangsbehandlung mit Psychopharmaka im Rechtsausschuss unter Beteiligung des Gesundheitsausschusses des deutschen Bundestags stattfinden. Für den Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener ist Vorstandsmitglied Ruth Fricke eingeladen und wird dort den Positionen und Interessen Psychiatrie-Erfahrener Gehör verschaffen. Aus den BPE-Landes- und Ortsorganisationen wurde empfohlen, dass alle Betroffenen und deren Unterstützer/innen sich den Abgeordneten gegenüber zu dem Verfahren weiter äußern: "Selten war die Möglichkeit so gut, über den Gesetzgeber positiven Einfluss auf das reduktionistische Menschenbild der Psychiatrie zu nehmen." Die Redaktion hängt die Stellungnahme von Frau Fricke als pdf an.

Bei der Redaktion von Art-Transmitter.de meldeten sich Künstler mit Psychiatrieerfahrung und äußerten ihre Sorgen. Nicht-betroffene Künstler zeigen sich solidarisch mit ihren Kollegen.
weitere Informationen (PDF)
Termine

04.12.2017
Neues und Unbekanntes aus der Sammlung Prinzhorn
Mittwoch, 13.12. in Heidelberg
Heidelberg. Museum Sammlung Prinzhorn lädt zu r Eröffnung der Ausstellung „Das Team als Kurator“ für Mittwoch, den 13. Dezember 2017 um 19.00 Uhr ein. mehr
02.12.2017
Lesung "Schokolade und Stein" am 12.12. in der Villa Gugging
Autobiografischer Roman von Edi Goller mit August Walla-Bezug
Maria Gugging (Österreich). "Schokolade und Stein" heißt die Buchpräsentation und Lesung mit Autorin Edi Goller, am 12. Dezember 2017 um 19. mehr
01.12.2017
Ody Saban-Retrospektive in Paris
07.-23.12. bei Galerie Claire Corcia
Paris. Die mit ihren Werken bisweilen selbst für Outsider Art-Präsentatoren „zu extreme“ Außenseiterkünstlerin Ody Saban zeigt vom 7. bis 23. Dezember mehr