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Durchblick-Künstler mit Ausstellung im Landgericht Leipzig
23.11.2009
Durchblick-Künstler mit Ausstellung im Landgericht Leipzig
ART+GERICHT-Vernissage am 24.11.09 im Historischen Sitzungssaal
Leipzig. Wie verrückt ist die Kunst? Wie kreativ ist die Psychiatrie? Diese Fragen stellt der Psychiatrieverein Durchblick e.V. erneut in seinem 15. Festival "Kunst ist verrückt", vom 15. bis 27. November 2009 in Leipzig (wir berichteten bereits). Das Festival widmet sich den vielfältigen Verbindungen zwischen Kunst und Psychiatrie und beschäftigt sich in Wort, Bild und Klang, Theater und Kabarett mit "Outsider-Art".

Bewusst will man "aus der Nische der Psychiatrieszene heraustreten" und ein breites Publikum ansprechen. Für dieses Anliegen steht die Vielfalt der künstlerischen Genres. „Kunst ist verrückt 2009“ bietet u.a. Adaptionen von Klassikern der Weltliteratur (Gogol, E.T.A. Hoffmann), Erfahrungsberichte Betroffener (Peter Detert), den satirischen Blick auf die Politikszene (Peter Zudeick) und Dokumentationen über Künstler mit Psychiatrieerfahrung (Mannsdorff).

Die Bildende Kunst ist dabei mit einer besonderen Ausstellung vertreten: "art+gericht" wird am Dienstag, 24.11.09 im Historischen Sitzungssaal des Landgerichts Leipzig eröffnet. Die Vernissage um 18.30 Uhr wird mit einer Theaterperformance gestaltet. Durchblick-Künstler kommen quasi vor Gericht ... im guten Sinne, nur in die Gänge des Leipziger Landgerichts (Harkortstraße 9). An diesem ungewöhnlichen Ort zeigen Mitglieder der Kunstgruppe des Vereins eine Auswahl ihrer Arbeiten: von der Kleinplastik bis zum großformatigen Bild.

Weitere Informationen/Kontakt:
Durchblick e.V., Mainzer Str. 7, 04109 Leipzig, Tel. 0341/140614-13, Fax -19, E-mail: museum@durchblick-ev.de. Im Internet unter:
www.kunst-ist-verrueckt.de
21.11.2009
Abt-Straubinger-Stiftung unterstützt zeitgenössische Kunst
Förderung von Kunstprojekten in Deutschland
Stuttgart. Eine finanzielle und ideelle Unterstützung für Projekte zeitgenössischer Bildender Kunst bietet die Stuttgarter Karin-Abt-Straubinger-Stiftung an. Gefördert werden Kunstaktionen in Deutschland, bewerben können sich sowohl Künstler als auch Institutionen. Eine Altersbegrenzung besteht nicht. Maximal werden 50 % der Projektkosten übernommen, der Stiftungsvorstand entscheidet mehrmals im Jahr über die Vergabe.

Kontaktadresse: Karin Abt-Straubinger-Stiftung, Dr. Tobias Wall, Sigmaringer Straße 57a, 70567 Stuttgart, info@karin-abt-straubinger-stiftung.de
16.11.2009
"tales of a borderline"-Ausstellung in Oberösterreich
Aktuelle Outsider-Kunst an schwierigem historischem Ort
Alkoven/Österreich. Veranstalter KulturFormenHartheim versucht ".. Bilder sprechen zu lassen, wenn Worte es nicht zu sagen vermögen". Gemeint ist die Gefühlswelt von Menschen und Patienten mit so genannter "Borderline-Persönlichkeitsstörung".
Vier zeitgenössische betroffene Künstlerinnen aus Österreich, Deutschland und Großbritannien sind in der Ausstellung "tales of a borderline" mit ihren Werken vereint. Die farbintensiven Werke zeigen ein motivisches Spektrum zwischen "Himmel" und "Hölle", von Angst, Trauer, Wut bis hin zu übersteigerten Glückszuständen.

Die besondere Ausstellung im Schloss Hartheim hat ihren Ort bewusst gefunden. Das renovierte Renaissanceschloss trägt traurige geschichtliche Berühmtheit. Als "Euthansieschloss" der Nazis fanden hier 1940 bis 1944 ca. 30.000 "Andersartige" in Ausgrenzung und Vernichtung den Tod.

Man will erinnern, mahnen und die vehemente Wichtigkeit von Toleranz und Anerkennung jedweder "Andersartigkeit" unterstreichen und gegen Stigmatisierung ein künstlerisches Zeichen setzen. Kristiane Petersmann, künstlerische Leiterin des Projektes, meint es habe Sinn, Kunst von aktuellen "Outsidern" an solchartig historischer Stelle zu zeigen.

"Tales of a borderline" ist von Oktober 2009 bis 31. Januar 2010 in Alkoven/Österreich in Schloss Hartheim, Schlossstraße 1 montags, dienstags und donnerstags von 9 bis 14 Uhr, sowie nach Terminabsprache zu besichtigen.
Kontakt: Kristiane Petersmann, Tel. 043 (0) 7274 6536 541, E-mail: k.petersmann@institut-hartmann.at

Schloss Hartmann ist heute Gedenkstätte für die Opfer der NS-Verbrechen.
www.schloss-hartheim.at
Termine

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2. Juni ist Art-Transmitter bei KONSCHT AM GRONN
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