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Renata Linnhoff mit Ateliers jetzt in Rheinland-Pfalz
03.12.2009
Renata Linnhoff mit Ateliers jetzt in Rheinland-Pfalz
Die weltoffene Künstlerin plant Israel-Reise für 2012
Luxemburg/Rascheid. Die deutsch-luxemburgische Berufskünstlerin Renata Linnhoff ist jetzt mit ihren Ateliers vom Senninger Berg im Großherzogtum Luxemburg nach Rheinland-Pfalz umgezogen. Dies teilte sie der Nachrichtenredaktion von art-transmitter.de über unseren Regionalmitarbeiter mit. Wie sie informierte, verbleibt in Luxemburg aber ein künstlerisches "Standbein" (tel. Kontakt unter 00352/621486823). Für 2010/11 sind neue Ausstellungen im Nachbarland in Vorbereitung.

Die durch bedeutsame Studien- und Ausstellungsaufenthalte in Europa und Mittelamerika bekannte Malerin hat sich zum weiteren bildnerischen Arbeiten in die Ruhe des Hunsrücks, ins Dorf Rascheid (bei Hermeskeil/Trier) zurückgezogen, wo sie in den nächsten Jahren ein Kunstzentrum aufbauen will. Mit ihrer Ausstellung "- 2000 + 2000 + 2000 = 2000" in der Europäischen Rechtsakademie, ERA Trier (Art-Transmitter berichtete) hieß man sie bereits im Frühjahr in der Kunstszene von Rheinland-Pfalz herzlich willkommen. Nach ihrer kunstterminlichen Karibikreise 2008 plant Renata Linnhoff für das Jahr 2012 einen Aufenthalt in Israel, wo sich die Künstlerin auch mit Mitarbeitern von Art-Transmitter im Rahmen einer Festlichkeit zu einem besonderen Erfahrungsaustausch treffen will.

Die weltoffene, universell denkende und arbeitende Malerin ist seit 2008 Mitglied des Kunstprojektes "Art-Transmitter". Einige ihrer durchgängig großformatigen, farbintensiv in Öl gearbeiteten und motivisch mit Mythen, Mystik und Ornamentik durchdrungenen Werke finden Sie hier in unserer Internetgalerie.
Bei Interesse an Bildern von Renata Linnhoff aus dem Präsenzbestand der Sammlung "Art-Transmitter" wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter in Dortmund unter Tel. +49 (0) 231 39 98 04 93
www.art-transmitter.de/index.php?tp=303&artist=150
Aufregende Kunst im Krankenhaus - Hausverbot für Art Brut?
02.12.2009
Aufregende Kunst im Krankenhaus - Hausverbot für Art Brut?
Klinik hat anderes Kunstverständnis als Betroffene
Mülheim/Ruhr. Zum regulären Veranstaltungs- und Therapieprogramm des St. Marien-Hospitals in Mülheim an der Ruhr gehört auch die Bildende Kunst mit und für PatientInnen dieser psychiatrischen Klinikeinrichtung. Man versteht Kunst hier als eine wichtige Komponente und mehr als das "Behängen weißer Flächen". Ständige Wechselausstellungen im Marienhospital sollen eine besondere Atmosphäre schaffen. Man ist dabei überzeugt, dass Kunst und Bilder für die Beschäftigten, Patienten und Besucher wichtig geworden sind und den Heilungsprozess der Patienten fördern.

Das Mülheimer Krankenhaus, eine kirchliche Einrichtung der Contilia Gruppe, vertritt dabei ein eigenes Kunstkonzept. Wie das Haus mitteilt, sei man "kein Museum, .. in dem Kunst provozieren darf und soll." Vielmehr dürfe Im Krankenhaus die Kunst anregen, "sollte aber niemals aufregen". Es sei stets ein Balanceakt zwischen den Ansprüchen des Künstlers und der "Unaufdringlichkeit der Werke und Exponate" zu wahren.

Diese Aussagen stießen nun im Rahmen einer aktuellen Kulturdiskussion bei psychiatrieerfahrenen und nicht-betroffenen Künstlerinnen und Künstlern auf deutliche Kritik. So hieß es von Experten aus Kultur und Gesundheitsselbst-
hilfe in einem Chat mit der Redaktion der Selbsthilfezeitschrift "SeelenLaute",
man begegne einem solchen Kunstbegriff mit Unverständnis. Gerade im Krankenhaus müsse Kunst von Patienten frei und befreiend möglich sein, um Menschen mit belasteten Emotionen auch medikamentenfreie, heilende künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten und alternative Genesungswege zu geben. Dies sei nachweislich von hohem therapeutischem Wert, denn nicht wenige Patienten erkrankten ja, weil sie Kritik und provozieren verlernt oder nicht gelernt hätten. Kunstfreiheit müsse hier praktisch ausgeübte Selbstbestimmung sein.
Wichtige Aufgabe einer Fachklinik sei es doch hier, seelisch beeinträchtigte Menschen auch in der so genannten Art Brut künstlerisch zu fördern. Eine Kunst, die in einer Therapieeinrichtung nicht provozieren dürfe, weder aufregend noch aufdringlich sein könne, sei traurig, langweilig, verfälscht und somit defizitär. Ein katholischer Teilnehmer merkte abschließend im November-Chat der "SeelenLaute" an, in unserem Kulturkreis habe auch Jesus Christus als gesellschaftlicher Outsider Anderssein und Provokation "gegen den Strom" gesund vorgelebt. Dies sei wichtige Lebenskunst.

Kontakt/Informationen zu den Ausstellungen im St. Marien-Hospital:
St. Marien-Hospital Mülheim an der Ruhr GmbH, Kaiserstraße 50, 45468 Mülheim an der Ruhr. Telefon (0208) 305-27 57

Bei Interesse am Erwerb von Bildern vermittelt die Klinik gerne den
den Kontakt zu den ausstellenden Künstlern.
Vierte WHO AM I-Biennale in Rotterdam
01.12.2009
Vierte WHO AM I-Biennale in Rotterdam
Galerie Atelier Herenplaats zeigt 3 x 5 unterschiedliche Künstler
Rotterdam/Niederlande. "Who am I" .. die Vierte. Vom 13.11.2009 bis 24.01.2010 zeigen fünfzehn junge Künstler mit ganz unterschiedlichem Hintergrund in einer gemeinsamen Ausstellung in der Galerie Herenplaats, Rotterdam als vierte Biennale des Hauses ihre grafischen Werke: fünf Kunstmaler aus dem eigenen Atelier Herenplaats, fünf Kunststudenten der Rotterdamer Willem de Kooning-Akademie und fünf Kunstschaffende des Ateliers "Vrije Grafiek" aus dem belgischen Gent.

Das Studio Atelier Herenplaats im holländischen Rotterdam bietet Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten im Bereich der bildenden Künste zu schulen. Fortgeschrittene Künstler erhalten individuelle Unterstützung in Einzel- und Gruppenarbeit. Hierzu unterrichten professionelle Künstler und Kunstlehrer in der eigenen Kunstakademie und versuchen, die neuen Künstler auch beruflich zu integrieren.
Die gleichnamige Galerie Herenplaats fokussiert ihre Präsentationen auf "Art Brut" und zeigt in ihren Räumlichkeiten in Rotterdam sowie im Internet "Outsider"-Kunst von Künstlern mit vornehmlich geistiger Behinderung aus dem niederländischen Raum.

In den fünfzehn Jahren seit Gründung hat Herenplaats aus einem kleinen Studio für anfangs sechs Künstler ein Kunstzentrum mit verschiedenen Studios, Kunstprojekten und Ausstellungen, sowohl in seiner eigenen Galerie und an anderen Orten in den Niederlanden und im Ausland entwickelt. Auch hier weiß man, dass das Interesse an so genannter Outsider Art in den letzten Jahren gewachsen ist. In vielen Ländern in Europas widmen sich Museen und Kunstprojekte heute diesem Kunstthema und vor allem in den Vereinigten Staaten besteht ein florierender Markt, der vermehrt nach Europa rückwirkt.

Die Öffnungszeiten der Galerie: Montag bis Freitag von 13.00 - 17.00 Uhr

Adresse/Kontakt:
Galerie Atelier Herenplaats, Schiedamse Vest 56-58, NL-3011 BD Rotterdam, Tel: 0031 010-214 11 08, E-mail: atelier@herenplaats.nl
www.herenplaats.nl
Termine

14.08.2017
The Golden Ratio Laws
Madge Gill, Adolf Wölfli, Beverly Baker, Gugging artists, a.o.m. in Northern Portugal
São João da Madeira. Until October 1, 2017 at Oliva Creative Factory, an exhibition curated by Antonia Gaeta, "The Golden Ratio Laws" shows mehr
01.08.2017
Outsider Art-Präsentation auf GKV-Selbsthilfetag 2.9. in Saarbrücken
Art-Transmitter zeigt im SeelenLaute-Pavillon ausgewählte Werke

Outsider Art-Präsentation auf GKV-Selbsthilfetag 2.9. in Saarbrücken

Saarbrücken. Selbsthilfe SeelenLaute Saar nimmt mit einem Informations-Pavillon für seelische Gesundheit am Samstag, 2. September 2017 beim saarländis mehr
31.07.2017
4. Kreativ-Selbsthilfetage seelische Gesundheit RLP
11./12. August 2017 im MGH Saarburg

4. Kreativ-Selbsthilfetage seelische Gesundheit RLP

Saarburg. Am Freitag und Samstag 11./12. August 2017 finden ganztags die 4. Kreativ-Selbsthilfetage für seelische Gesundheit in Rheinland-Pfalz statt. mehr