Nachrichten
02.02.2010
"Gegen jede Vernunft" zeigt Prager und Pariser Surrealisten
Ludwigshafener Partnerausstellung zur Prinzhornveranstaltung
Ludwigshafen. In Ludwigshafen ist bis zum 14.02.2010 parallel zur Heidelberger Prinzhornausstellung "Surrealismus und Wahnsinn" (wir berichteten) im Wilhelm-Hack-Museum und beim Kunstverein die Partnerausstellung "Gegen jede Vernunft" zu sehen. Hier steht mit dem Surrealismus eine der folgenreichsten Kunstbewegungen des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt eines großen Ausstellungsprojektes von BASF SE und Stadt Ludwigshafen. Unter Schirmherrschaft des Schriftstellers Pavel Kohout sind mehr als 300 Werke aus aller Welt ausgestellt.
Als "magische Metropole Europas" bezeichnete der führende Kopf der surrealistischen Bewegung, André Breton, die Kunststadt Prag. Aber die tschechische Variante blieb in Deutschland weitgehend unbekannt. Die beteiligten Institutionen zeigen hier in einer umfassenden Werkschau erstmalig neben den bekannten Pariser Surrealisten die zu Unrecht vergessenen Prager Künstler, die surrealistisches Gedanken- und Formengut bis in die 1970er Jahre weiter entwickelten. Dabei zeichnen die Arbeiten aus den Jahren 1919 bis 1969 ein lebendiges Bild des Austausches zwischen den beiden Kunstzentren.

Wilhelm-Hack-Museum
Berliner Straße 23
67059 Ludwigshafen am Rhein
Tel. 0621 504-3045

Öffnungszeiten:
DI-MI, FR-SO 10.00 - 18.00 Uhr, DO 10.00 - 20.00 Uhr, MO geschlossen

Eintrittspreise:
Regulär 13 €, ermäßigt 9 €, Familienkarte 25 €, Schüler/Klassen 3 €. Besondere Ermäßigungen: donnerstags ab 17 Uhr und samstags ab 16 Uhr gilt der ermäßigte Eintritt von 9 Euro. Dienstags zahlen Studenten nur 5 Euro.

Es gibt ein umfangreiches Begleitprogramm zur Ausstellung:
weitere Informationen (PDF)
www.wilhelmhack.museum/ausstellungen
Titelbildwettbewerb für „Psychiatrische Praxis“ 2011
29.01.2010
Titelbildwettbewerb für „Psychiatrische Praxis“ 2011
Thieme-Verlag will außerdem eine Ausstellung organisieren
Stuttgart. Der bekannte medizinisch-wissenschaftliche Fachverlag Thieme schreibt für die Titelbildgestaltung seiner Fachzeitschrift „Psychiatrische Praxis“ einen Wettbewerb aus. Gesucht werden bildnerische Werke zum Thema Psychiatrie. Beteiligen können sich kunstschaffende Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige, beruflich in der Psychiatrie Tätige und alle an seelischer Gesundheit Interessierten, wie das Verlagshaus in Heft 37/2010 mitteilt. Einsendeschluss ist der 31. August 2010.
Eine Fachjury ermittelt die acht „originellsten“ Bilder, die dann zur Gestaltung der Titelseiten in 2011 verwendet werden. Dafür zahlt das Verlagshaus den Künstlern das Bildhonorar, hier jeweils 100 Euro. Zudem will man später eine Ausstellung mit 30 ausgesuchten Werken des Wettbewerbs „im öffentlichen Raum“ organisieren. Die Modalitäten für die ausstellenden Künstler sowie Angaben zum Autorenrecht für die Teilnehmer an Wettbewerb und Ausstellung werden von dem professionellen Verlag in der Ausschreibung nicht mitgeteilt.

Unter dem Titel „Jeder Mensch ein Künstler“ ist in der vorliegenden Ausgabe eine Abhandlung des Ulmer Arztes Prof. Thomas Becker zum Thema „Patientenkunst“ aus Medizinersicht abgedruckt. Wie Leser aus Kunst- und Betroffenenkreisen anmerkten, werden im Beitrag Kunsttheorie und Definitionen teilweise verwischt dargestellt bzw. unkritisch reflektiert.

Ihre Zeitschrift „Psychiatrische Praxis“ (erscheint mit 1800 Ex. Auflage pro Ausgabe acht mal im Jahr) verkauft die Thieme Verlagsgruppe, die über 100 Titel verlegt, für 36 Euro pro Heft. Ein Preis, mit dem die Zeitschrift faktisch nicht für jedermann erschwinglich ist. Das Periodikum ist Organ der drei ärztlichen Vereinigungen DGGPP, ACKPA und BDK. Der Leserkreis sind primär PsychiaterInnen in Kliniken und ambulanten Einrichtungen.

Velags- und Wettbewerbskontakt:
Georg Thieme Verlag KG, Frau Katrin Stauffer, Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart
www.thieme.de/fz/psychiat-praxis
26.01.2010
"Art-Transmitter" erweitert seinen Nachrichtenservice - SPENDENAUFRUF
Kunstförderprojekt schafft Honorarstelle für Selbsthilfe-Journalisten
Dortmund. Aufgrund zunehmender Nachfrage nach Informationen zu den Themen Kunst und Psychiatrie erweitert das europäische Kunstprojekt "Art-Transmitter" seinen Nachrichtenteil. Auf www.art-transmitter.de gibt es jede Woche aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich "Kunst und Psychiatrie - Outsider Art - Art Brut". Neben der Online-Galerie finden die Leserinnen und Leser hier unabhängige Beiträge aus Betroffenensicht, Künstlerportraits, Ausstellungstermine, Wettbewerbsausschreibungen, Museumsnachrichten und Veranstaltungshinweise.

Der Nachrichtenteil dient als verbindende europäische Informationsplattform, die Künstler mit Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen mit nicht-behinderten Künstlern und Kunstinteressierten vernetzt und über diesen besonderen Kunstbereich informiert. Im Weiteren ist die Versendung eines regelmäßigen monatlichen Newsletters mit Zusatzinformationen an interessierte Leser geplant.
Ziel der Arbeit ist die professionelle Förderung von Künstlern mit Psychiatrieerfahrung und über eine intensivierte Öffentlichkeitsarbeit die Unterstützung ihrer gesellschaftlichen Integration und Anerkennung, sowie der Abbau von Vorurteilen gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Die Redaktionsarbeit wird seit 2009 vom Trägerverein „Europäische Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V.“ finanziert. Jetzt in 2010 soll dies durch die Schaffung einer Honorarstelle für einen Journalisten aus der Betroffenen-Selbsthilfe weiter ausgebaut werden. Ingrid Nölle, erste Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins aus Dortmund: "Wir verwirklichen damit schrittweise das Ziel, mit unserem Projekt qualifizierte Arbeitsplätze für benachteiligte Menschen zu schaffen.“

Jeder kann hier durch eine sinnvolle zweckgebundene Spende mithelfen, einen Arbeitsplatz zu schaffen. Spenden sind bitte mit dem Stichwort "Redaktion" zu richten an: Europäische Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V., Konto 3052081, Deutsche Bank (BLZ: 440 700 24).
Bei Fragen und für weitere Auskünfte stehen die Mitarbeiter von "Art-transmitter" gerne zur Verfügung: Tel. 0231 39980493.

Hier der Spendenaufruf mit Formular zum Ausdrucken:
weitere Informationen (PDF)
Termine

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Bis 15.01.2018 in Berlin
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Neues und Unbekanntes aus der Sammlung Prinzhorn
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