Nachrichten
16.01.2010
"SeelenLaute" expandiert - Spenden für 2010-Projekte gesucht!
Saarländer in der gesundheitsförderlichen Selbsthilfearbeit vielseitig aktiv
Saarland. Die saarländische Kreativ-Selbsthilfegruppe "SeelenLaute" von und für Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen hat in 2009 ein beachtliches Veranstaltungsprogramm durchgeführt. Neben den monatlich in Saarbrücken stattfindenden Redaktions- und Gruppentreffen und der Herausgabe der Zeitschrift "SeelenLaute“ mit einer Sommer- und Winterausgabe gab es individuelle Kreativberatungen, das gut besuchte erste SeelenLaute-Fest August 2009 im Johannishof Saarbrücken mit Lesungen, Live-Musik, Kabarett, Informations- und Erfahrungsaustausch, Berichte und Beiträge in der Regional- wie Fachpresse sowie eine regionale und bundesweite Teilnahme bei öffentlichen Kulturveranstaltungen und Fachtagen. Das Gesamtprojekt "SeelenLaute“ erreichte 2009 die Nominierung zum Deutschen Engagementspreis.

Das Programm sieht für 2010 eine erweiterte Informations- und Beratungstätigkeit, Internetpräsenz, intensive Öffentlichkeitsarbeit, Teilnahme an Gesundheits- und Fachtagen, ein Sonderheft "SeelenLaute Lyrics“ (Gedichte & Geschichten pur) und das zweite "SeelenLaute“-Fest vor. Dieses ist als großes Selbsthilfe-Kulturfest für den Spätsommer 2010 im Saarland geplant. Im Oktober schließlich soll eine literarisch-musische Herbstfreizeit als Kreativ-Wochenendseminar, voraussichtlich im Saarpfalz-Raum durchgeführt werden. Die von der Gruppe publizierte Selbsthilfezeitschrift "SeelenLaute" erfährt auch mir der aktuellen Winterausgabe zunehmende Popularität und hat eine wachsende Leserschaft über die Grenzen des Saarlandes hinaus. Das Heft hat einen regelmäßigen kleinen Künstlerwettbewerb mit Preisprämie.

Große Resonanz und Akzeptanz bei betroffenen Bürgerinnen und Bürgern, Menschen mit seelischen Handicaps, wie auch in der Fachwelt und allgemeinen Öffentlichkeit haben den Wunsch und Bedarf an kreativ orientiertem Selbsthilfeangebot dieser Art deutlich gemacht. Um die umfassende Arbeit personell und finanziell bewältigen zu können benötigt die Gruppe in 2010 zusätzliche Mittel. Zur Realisierung einiger der Projekte sind Gelder aus Spenden erforderlich.
Die Saarländer freuen sich daher über jede Privat- oder Firmenspende. Für Geschäfte und Organisationen ist zudem auch eine günstige Anzeigenschaltung in der viel gelesenen Zeitschrift "SeelenLaute" möglich.

Kontakt und weitere Informationen:
“SeelenLaute“, Freie saarländische Kreativ-Selbsthilfegruppe
Von und für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen
c/o Hr. Gangolf Peitz, Lindenstr. 21, D-66359 Bous, pg-shg@t-online.de

Spendenbeiträge für die gesundheitsfördernde Arbeit der saarländischen Selbsthilfegruppe bitte mit dem Vermerk "Spende Projektarbeit 2010" richten an: „SHG SeelenLaute", c/o G.Peitz, Konto 450063292 bei der Kreissparkasse Saarlouis (BLZ 59350110)
„Himmel und mehr“ zeigt Leben und Werk von Dorothea Buck
15.01.2010
„Himmel und mehr“ zeigt Leben und Werk von Dorothea Buck
Kino-Dokumentarfilm über die heute 92jährige Bildhauerin
Berlin/Hamburg. 1917 geboren, gerät Dorothea Buck mit neunzehn Jahren in eine schwere psychische Krise. Die ärztliche Diagnose „Schizophrenie“ stempelt sie im Dritten Reich als minderwertig ab, gemäß dem Erbgesundheitsgesetz wird sie 1936 zwangssterilisiert. Einige Jahre später entgeht sie nur knapp der „Euthanasie”. Bis 1959 erlebt sie insgesamt fünf psychotische Schübe und die jeweils neuesten so genannten Heilmethoden: Dauerbad, Insulinschocks, Elektroschocks, Psychopharmaka.
Entgegen der ärztlichen Unheilbarkeitsprognose versucht Dorothea Buck zu verstehen, wie die Psychose entstand. Schließlich findet sie den Schlüssel zu ihrer endgültigen wirklichen Heilung, heilt sich selbst von ihrer Erkrankung. Am meisten staunt man darüber, welche Kraft sie aus ihrem Schicksal gezogen hat, Kraft für ihren bekannten jahrzehntelangen, unerschrockenen und oft erfolgreichen Kampf für mehr Menschlichkeit in der Psychiatrie. 2008 wird sie in Deutschland mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

Untrennbar verbunden mit ihrem Lebensweg ist die Entwicklung zu einer ausdrucksstarken und vielfach ausgezeichneten Bildhauerin.
Regisseurin Alexandra Pohlmeier hat Dorothea Buck zwischen 2001 und 2008 regelmäßig in ihrer Hamburger Atelierwohnung besucht und auf ihren Reisen begleitet, um diese große Lebenserzählung festzuhalten. Im Dokumentarfilm (Erstaufführung 2009) hat das künstlerische Werk einen wichtigen Stellenwert. Akzentuiert eingeschnitten entfaltet sich ein beeindruckendes bildhauerisches Schaffen, das vor allem das zu beschwören scheint, was Dorothea Buck in den so genannten Heilanstalten versagt geblieben ist: Menschliche Zuwendung und Wärme.

Die Bildhauerin Dorothea Buck ist durch die Hölle gegangen. Aus eigener Kraft hat sie zurück in ein erfülltes Leben gefunden. „Himmel und mehr“ zeigt Weg und Werk einer mutigen, außergewöhnlichen Frau, einer Lebens-Künstlerin.

Weitere Informationen zum Film und Termine verschiedener Filmabende in Deutschland in 2010 finden Sie hier:
www.himmelundmehr.de
Große Art Brut-Sammlung in dänischer Universitätsklinik
13.01.2010
Große Art Brut-Sammlung in dänischer Universitätsklinik
Museum Ovartaci beherbergt 6000 Werke - 850 Exponate in der Dauerausstellung
Aarhus/Dänemark. Das Museum im Psychiatrischen Universitätskrankenhaus Aarhus ist eines der größten seiner Art in Europa. Es ist in ein Psychiatrisch-Historisches Museum und in ein Kunstmuseum von insgesamt mehr als 2000 qm Ausstellungsfläche aufgeteilt. Das Gebäude wurde 1852 als Krankenhaus eingeweiht. In dieser Zeit war „Jydske Asyl“ („Jütländisches Asyl“), wie es genannt wurde, Ausdruck eines neuen humanistischen Zeitgeistes.

Die Ausstellung soll zur Aufklärung und „Entmystifizierung“ bzgl. psychischer Erkrankungen beitragen, „durch einen zum Nachdenken anregenden Einblick in Menschenschicksale in einer sonst geschlossenen Welt“, wie es das Haus formuliert. Ein besonderes Kapitel dänischer Geschichte wird hier erzählt.

Das Kunstmuseum im Erdgeschoss zeigt in seiner Dauerausstellung 850 Exponate von 86 Künstlern, die mehrheitlich Patienten dieses Krankenhauses waren. Der berühmteste Künstler des Museums ist Louis Marcussen, der unter dem Namen Ovartaci bekannt ist. Während der 56 Jahre, die Ovartaci im Krankenhaus lebte, zeichnete, malte und schrieb er, erfand und baute Maschinen und Skulpturen. Durch seine einzigartigen Bilder bekommt man einen guten Einblick in Ovartacis wundersames Universum, in Arbeit, Werk und Sichtweise eines bedeutenden Art-Brut-Künstlers.

Das Museum Ovartaci betreibt eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, veranstaltet jährlich 5-6 Wechselausstellungen, Workshops, Vorträge, Konzerte, publiziert Fachliteratur und arbeitet heute vielseitig am Prozess der Entstigmatiserung von Menschen mit psychischen Leiden mit.
Das Museum ist täglich geöffnet.

Kontakt und Adresse:
Museum Ovartaci
Aarhus Universitetshospital
Skovgervej 2
DK-8240 Risskov
Tel. (Dänemark) 77893680
E-Mail: Museum@ovartaci.dk
www.ovartaci.dk
Termine

14.08.2017
The Golden Ratio Laws
Madge Gill, Adolf Wölfli, Beverly Baker, Gugging artists, a.o.m. in Northern Portugal
São João da Madeira. Until October 1, 2017 at Oliva Creative Factory, an exhibition curated by Antonia Gaeta, "The Golden Ratio Laws" shows mehr
01.08.2017
Outsider Art-Präsentation auf GKV-Selbsthilfetag 2.9. in Saarbrücken
Art-Transmitter zeigt im SeelenLaute-Pavillon ausgewählte Werke

Outsider Art-Präsentation auf GKV-Selbsthilfetag 2.9. in Saarbrücken

Saarbrücken. Selbsthilfe SeelenLaute Saar nimmt mit einem Informations-Pavillon für seelische Gesundheit am Samstag, 2. September 2017 beim saarländis mehr
31.07.2017
4. Kreativ-Selbsthilfetage seelische Gesundheit RLP
11./12. August 2017 im MGH Saarburg

4. Kreativ-Selbsthilfetage seelische Gesundheit RLP

Saarburg. Am Freitag und Samstag 11./12. August 2017 finden ganztags die 4. Kreativ-Selbsthilfetage für seelische Gesundheit in Rheinland-Pfalz statt. mehr