Nachrichten
18.03.2011
"Recovery-Geschichten" von Betroffenenkünstlern?
Schreibwettbewerb aus Italien sucht Erfahrungsberichte - 3 x 300 € ausgelobt
Bozen/Italien. "Erzähle deine Geschichte!" - Der (zweisprachige) Verband Angehöriger und Freunde psychisch Kranker in Italien/Südtirol hat einen europaweiten Schreibwettbewerb "Recovery-Geschichten" ausgeschrieben.

Wer als Betroffener z.B. auch von eigenen Gesundungserfahrungen mit aktiver Malerei und so genannter Outsider Art berichten kann, ist zur Teilnahme herzlich eingeladen. Dabei soll auf bestimmte Fragen geantwortet werden. Der Text soll maximal 10 Seiten (Format A4) umfassen und möglichst am Computer geschrieben sein. Es ist möglich, anonym am Wettbewerb teilzunehmen (es muss aber eine e-mail-Adresse und/oder eine Postanschrift angegeben werden, damit die Organisatoren den/die Teilnehmer/in kontaktieren können).
Eine internationale Jury bewertet die Einsendungen und ermittelt den jeweiligen Sieger der Texte in deutscher, italienischer und englischer Sprache.
Drei Sieger erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 300 Euro, zur Verfügung gestellt von der Gemeinde Bozen, Assessorat für Kultur. Die Siegerehrung mit Preisvergabe findet am Abend des 6. Mai 2011 im Rahmen der „International Conference on Recovery“ (siehe: http://convention.eurac.edu/recovery) statt.

Beiträge sind bis 15. April 2011 per E-mail oder im Brief einzusenden an:

e-mail: info@selbsthilfe.it (Betreff: Literarischer Wettbewerb)

Verband Angehöriger und Freunde psychisch Kranker
-Literarischer Wettbewerb-
Galileo-Galilei-Straße 4/a
I -39100 Bozen (Italien)
Tel. 0471 26 03 03 / Fax 0471 40 86 87

Ausschreibung und die Teilnahmebedingungen sind abrufbar unter:
www.selbsthilfe.it
15.03.2011
Nach Hamburg jetzt Berlin: Die Kunst schlägt zurück!
Kulturpolitische Initiativen gehen auf die Barrikaden
Berlin. 228 Berliner Künstler und Kulturschaffende haben sich in einem offenen Brief unter dem Motto „Haben und Brauchen“ an den Kultursenator und Regierenden Oberbürgermeister Klaus Wowereit gewandt, um gegen kurzweilig aufgepeppte Kunstevents, gegen prekäre Arbeitsbedingungen für Künstler und für eine strukturfördernde Kulturpolitik zu demonstrieren. Hintergrund der Forderungen ist die von Wowereit ins Leben gerufene „Leistungsschau junger Kunst aus Berlin“, die von vielen als Wahlkampfschachzug bewertet wird. Nachdem Wowereit das Konzept einer temporären Kunsthalle im Humboldthafen für zeitgenössische Berliner Kunst vorgestellt hatte, rief er in Berlin lebende Künstler auf, ihre Portfolios einzusenden, die wiederum von einem bestellten Kuratorium gesichtet werden.
Viele Künstler haben den „Wettbewerb“ um die Leistungsschau boykottiert und begründen dies folgendermaßen: „Es konnte bisher nicht überzeugend dargelegt werden, wie die so genannte Leistungsschau das Konzept einer Kunsthalle erproben will, deren mittelfristige Finanzierbarkeit fragwürdig ist. Vielmehr ignoriere das Vorhaben die seit Jahren geführte Debatte über Sinn und Notwendigkeit einer ständigen Berliner Kunsthalle. In drei Punkten fordern sie unter anderem einen öffentlichen Dialog darüber, wie die Produktions- und Präsentationsbedingungen von zeitgenössischer Kunst in Berlin "außerhalb medienwirksamer Leuchtturm-Projekte nachhaltig gefördert und weiterentwickelt werden können.“

Die Berliner Künstler und Kulturschaffende, darunter Künstler wie Ólafur Ólafsson oder die Grünen Politikerinnen Alice Ströver, MdA und Agnes Krumwiede, MdB, verwehren sich gegen eine „von Effizienz und Leistungsfähigkeit“ geprägte Kunst, die eine Objektivier- und Messbarkeit der Qualität künstlerischer Produktion suggeriere. Zudem kritisieren sie die Undurchsichtigkeit bei der Auswahl der Kuratoren, der Auswahl der architektonischen Bespielung des Humboldthafens sowie die Nachnutzung des Geländes.
14.03.2011
Literaturwettbewerb "Barrieren überwinden" der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie
Auch Kunstbezogene Texte möglich. 6000 Euro Preisgeld ausgelobt
Freiburg. "Barrieren überwinden", so lautet der Literatur-Wettbewerb, den die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP) anlässlich der diesjährigen Kampagne des Deutschen Caritasverbandes ausschreibt. Prämiert werden literarische Texte wie Kurzgeschichten, Essays, Novellen, Märchen oder Gedichte, die den Weg zu einer inklusiven Gesellschaft in den Blick nehmen.

Teilnahmeberechtigt sind alle Menschen mit und ohne Behinderungen ab dem vollendeten 14. Lebensjahr. Die literarischen Texte sollen in einer klaren und leicht verständlichen Sprache geschrieben sein und müssen sich mit Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen beschäftigen.
Die Preisverleihung des Literatur-Wettbewerbs "Barrieren überwinden" findet auf der CBP-Mitgliederversammlung am 16./17. November 2011 in Freiburg statt. Geplant ist zudem eine Veröffentlichung der zehn besten Beiträge. Die drei besten Werke werden mit Preisgeldern ausgezeichnet. 1. Preis: 3.000 Euro, 2. Preis: 2.000 Euro, 3. Preis: 1.000 Euro.

Mit dem Literatur-Wettbewerb ‚Barrieren überwinden’ will der Fachverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie literarisch tätige Menschen fördern, die in ihren Texten und Schriften den Weg zu einer Gesellschaft, die niemand ausgrenzt, in den Blick nehmen.

Einsendeschluss ist der 30. Juni 2011.

Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V.
Karlstr. 40, D-79104 Freiburg
Tel. 0761/200301

Hier Flyer und link für die genaue Ausschreibung (oder postalisch/telefonisch anfordern) und weitere Informationen (PDF)
www.cbp.caritas.de/77375.asp
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