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Der Tick als Kunst – ARTE-TV-Sendung am 24. Februar
18.02.2013
Der Tick als Kunst – ARTE-TV-Sendung am 24. Februar
Mit Art-Transmitter-Künstlerin Inga Moijson aus Belgien
Straßburg, Brüssel und Dortmund. Sie folgen rätselhaften Dämonen. Ihre Werke sind aufgeladen mit geheimen Botschaften, die faszinieren, irritieren und danach rufen, entschlüsselt zu werden. In Amerika, Japan und Europa hat Filmemacherin Julia Benkert sie entdeckt: sechs herausragende Meister, die ihren Tick zur Kunst gemacht haben.

Pascal Tassini, der sympathische Knotenmann ist der Star im belgischen Atelier Créahm. Er spricht mit den Händen, geschickt wie ein Zauberkünstler. Worte fallen ihm schwer. Unermüdlich knotet er Stoffstreifen zu knäuelförmigen Objekten, seit einiger Zeit auch Kopfbedeckungen für seine künftige Braut. Sie sind mysteriös, kolossal. Der Künstler will heiraten, seine Ausdauer in Herzensdingen scheint unendlich. Ebenso unermüdlich ist die 83 Jahre alte Japanerin Yayoi Kusama, die Königin der Punkte. Ein Leben lang erlebt sie Halluzinationen. Schon als junge Frau sah sie ein Netz vor sich, von dem Teile der Wirklichkeit verdeckt werden. Seitdem malt sie Punkte. Die Punkte helfen zu überleben, haben sie weltberühmt gemacht: „Wenn ich eines Tages alt und krank und tot bin in 200 oder 500 Jahren, möchte ich immer noch Bilder malen, auch wenn ich wiedergeboren werde, möchte ich Künstlerin sein, wieder und wieder.“

George Widener, das Zahlengenie, lebt zurückgezogen in North Carolina. Er kann Kalenderdaten sehen, verschiebt und überlagert sie zu eigenwilligen Mustern. Lange hat er seine Spielereien versteckt, besonders in der Zeit, als er auf der Straße lebte. Heute muss er das nicht mehr. Seine Kunst ist begehrt. Obwohl er sie gar nicht für Menschen macht, sondern für die „Maschinen der Zukunft“. Die will er amüsieren. Widener ist überzeugt, dass 2045 intelligente Maschinen die Macht übernehmen, die endlich seine Spielereien verstehen. Auch Hans-Jörg Georgi im Atelier Goldstein in Frankfurt sorgt sich um die Zukunft. Aus Pappe baut er ein riesiges Luftschiff, um darin die Menschheit zu evakuieren. Eine Arche Noah, und für alles ist vorgesorgt: es gibt einen „Sexuellkabinenraum“, eine „Taufkabinenstation“ und Pepsi Cola.

Wer sich brennend für Gebäck interessiert, ist Inga Moijson, die Luftesserin aus Belgien. Immer wieder malt sie buntes Zuckergebäck und Figuren mit hungrigen Augen. Ein beunruhigender Kosmos, bevölkert von kleinen Mädchen. Eine Welt, die ihr das Unterbewusstsein diktiert, sagt sie. Art-Transmitter-Künstlerin Inga Moijson -sie war in Deutschland z.B. 2011 in der großen Ausstellung „Chaos und Ordnung“ in der Stadthalle Merzig mit viel beachteten Exponaten zu sehen- rührt Süßes selbst nicht an, sie scheint sich allein von Luft und Farben zu ernähren. „Ein bestimmtes Hungergefühl“, sagt sie, „das gibt Kraft und erzeugt so was wie Verlangen. Genau, ein Verlangen, danach zu leben.“ Dieses Verlangen zu leben, allen Widrigkeiten zum Trotz, vielleicht ist es das, warum ihre Werke, und die ihrer Kolleginnen und Kollegen, in der Welt so beeindrucken.

„Der Tick als Kunst“ von Julia Benkert im Fernsehen am Sonntag, den 24.02.2013 um 17.10 Uhr auf ARTE. Ausgewählte Werke von Inga Moijson in der europäischen Sammlung Art-Transmitter finden Sie auf den Internetgalerieseiten von www.art-transmitter.de. Der Film steht nach der Erstausstrahlung als Video bis zum Folgesonntag 17:00 Uhr im Netz, über den link zur ARTE-Mediathek:
videos.arte.tv/de/videos/der-tick-als-kunst--7337280.html
AU COMPTE-GOUTTE - Exposition au MADmusée
16.02.2013
AU COMPTE-GOUTTE - Exposition au MADmusée
Liège, du 23.02 au 11.05.2013
B- Liège. Invité à poser un regard sur la collection du MADmusée, l’artiste Honoré δ’O refoule son rôle de commissaire au sens classique, refusant d’instaurer un discours qui s’approprie l’œuvre. Au lieu de montrer à tout prix et de manière exhaustive la collection, Honoré δ’O concentre l’exposition autour de quelques pièces dévoilées isolément et imagine une installation qui questionne plutôt la qualité de la rencontre avec l’œuvre. Favorisant l’intimité de cette rencontre, l’artiste et le musée vont convier diverses personnalités à activer cette installation pendant toute la durée de l’exposition. Aux visiteurs de découvrir qui les accueillera pour partager leurs lectures des œuvres exposées. 

Parallèlement à l’exposition AU COMPTE-GOUTTE, le MADmusée propose dans sa brasserie une exposition de Michel Dupont. Ingénieur électromécanicien de formation, Michel Dupont (1948-2010) a fréquenté l´atelier du Centre André Baillon à Liège de 2003 à 2007. Les œuvres exposées – récemment acquises par le MADmusée – témoignent de la fascination de son auteur pour les mécanismes et de sa connaissance du dessin technique.

Le MADmusée est un musée d’art situé à Liège (B). Il œuvre à la conservation, la diffusion, la sensibilisation et l’étude de productions d’artistes handicapés mentaux. Le MADmusée s’inscrit dans le champ de l’art outsider, de l’art en marge et d’autres pratiques artistiques hors normes.

MADmusée
Parc d´Avroy, s/n
B-4000 Liège
+32 4 222 32 95
info@madmusee.be

HORAIRES D´OUVERTURE
10h00 > 17h00 du lundi au vendredi
14h00 > 17h00 le samedi
fermé les dimanches et jours fériés.
www.madmusee.be
10.02.2013
SeelenLaute arts & lyrics jetzt online auf art-transmitter.de und print in Zeitschrift Lautsprecher
Selbsthilfepublikation baut publizistisch sinnvoll um
Dortmund, Bochum, Saarbrücken. Im Rahmen seiner vernetzten Zusammenarbeit im Bereich „Informationsdienst Seelische Gesundheit durch Kunst und Kultur“ veröffentlicht die kreative saarländische Selbsthilfe-Landesorganisation SeelenLaute seit Februar 2013 ihre Publikation SeelenLaute arts & lyrics -die jetzt gedruckt als Supplementseiten viermal im Jahr in der NRW-Zeitschrift Lautsprecher erscheint- auch als Online-Ausgabe auf der Internetplattform der Europäischen Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V. (Dortmund), im Nachrichtenteil von art-transmitter.de. Damit kommt man dem Wunsch vieler Leserinnen und Leser nach. Gekoppelt mit "Lautsprecher" und Internetausgabe erreicht die populäre Publikation heute mehrere tausend Leser pro Ausgabe: Betroffene, Angehörige, Profis und alle Interessierten. Das Inklusionsorientierte Konzept kommt beim wachsenden Publikum gut an, wie die Resonanzen zeigen. Gefördert wird das Angebot von der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Die jüngste Ausgabe SeelenLaute arts & lyrics Nr. 6 enthält neben Gedichten, Buchtipps und Artikeln zum Thema so genannter Outsider Art auch Informationen und Adressen zur Psychiatrieerfahrenen-Selbsthilfe an der Saar. Die Devise lautet weiterhin "kritisch - unabhängig - anders".

Lesen Sie hier die neuen SeelenLaute-Seiten, für weitere Informationen (PDF)
Termine

19.10.2017
Dubuffet-Ausstellung in Luxemburg
Bis 4. November 2017
Luxemburg-Stadt. Vierzig Werke aus vierzig Schaffensjahren des Künstlers, Bildhauers und Art Brut-Pioniers Jean Dubuffet (1901-1985) sind im Herbst in mehr
18.09.2017
Outsider Art Fair Paris 2017
October 19 - 22, 2017 at Hôtel du Duc

Outsider Art Fair Paris 2017

Paris. L’Outsider Art Fair, foire de référence de l’art brut et outsider, présente sa 5ème édition parisienne, du 19 au 22 octobre 2017. Egalement ins mehr
18.09.2017
6. SeelenLaute-Abend in Völklingen
Selbsthilfeinfos, Kunst & Kultur am 16. Oktober in der Stadtbibliothek
Völklingen (Saar). Den sechsten SeelenLaute-Abend für seelische Gesundheit, mit viel Information, Poesie, Kunst und Musik live gibt`s im saarländische mehr