Nachrichten
29.09.2013
Art-Transmitter auf 2x2 Forum Outsider-Art in Münster
Kunstmesse, Vorträge, Workshops, Theater, Filme
Münster. Vom 3. bis 6. Oktober 2013 findet zum dritten Mal -nach 2009 und 2011- das internationale 2x2 Forum für so genannte Außenseiterkunst statt. Art-Transmitter ist zum ersten Mal als Aussteller vertreten, nachdem das Projekt vor zwei Jahren schon mit einem Infostand präsent war. Auf der viertägigen Kunstmesse werden Arbeiten der drei KünstlerInnen Matthias Maaß, Inga Moijson und Silvia Leber gezeigt.

In Münster steht den 23 Ausstellern jeweils eine Präsentationsfläche von 2 x 2 Metern zur Verfügung, die individuell von Ihnen gestaltet wird. Ziel des Forum ist es, der Öffentlichkeit und vor allem Kunstkennern Einblick in das breite Spektrum deutscher und europäischer Malerei und Kunstarbeit zu geben, die im sozialen Kontext von Psychiatrie und Kunst entstanden sind. Integraler Bestandteil des Forums sind Workshops, Diskussionsrunden, Theater, Filme und eine Fachtagung, die am Freitag, 4. Oktober stattfindet. Als Referenten sind Dr. Gisela Steinlechner, Wien; Dr. Thomas Röske, Frankfurt; Dr. Erich Franz, Münster sowie Sarah Lombardi aus Lausanne angekündigt. Die Vorträge widmen sich unterschiedlichen Themenschwerpunkten der "Outsider Art". Das abschließende Podium wird von Dr. Bernd Apke geleitet.

Mehr infos unter
www.kunsthaus-kannen.de/ausstellungen/aktuelle-veranstltungen/article/3-kunstmesse-2x2-forum.html
26.09.2013
10 Jahre „Kunst in Sendling“ beim H-TEAM e.V. in München
Werke von Llabega und Schellenberger vom 11.10. bis 13. Oktober
München. Auch in diesem Jahr öffnet man beim H-Team e.V. die Räume für die Veranstaltungsreihe „Kunst in Sendling“. Im Oktober sind ausgewählte Werke der Sendlinger Künstlerinnen Carla Llabega und Katharina Schellenberger zu sehen.

Llabegas Thema lautet „Selbstporträts mit Gesichtsblindheit“. Da sie nicht in der Lage ist, sich selbst aus dem Spiegel heraus abzubilden, wählte sie den Umweg über die haptische Wahrnehmung. Eine Hand tastend ins Gesicht gelegt, zeichnet sie parallel dazu mit der anderen das Erfühlte aufs Papier. Seit sechs Jahren hat sie kein anderes Thema und so sind im Laufe der Zeit viele Hundert dieser Blätter entstanden. Einige davon werden wieder und wieder bearbeitet. So fügen sie sich Schicht um Schicht zu einem Selbstbildnis eines sehr eigenen und sehr persönlichen Prozesses, der sein Ende allenfalls in der Kapitulation des Materials finden kann.

Die Künstlerin Schellenberger stellt aus unter dem Titel „Traumbilder-Seelenlandschaften“. Der Ursprung ihrer Arbeiten findet sich in Träumen und Erinnerungen, genauso wie in Fotos, Zeitungsberichten, Literatur und Musik. Durch Auswahl und Kombination verschiedenster Erfahrungen entstehen Momentaufnahmen, bei denen nicht die korrekte Form im Vordergrund steht, sondern der seelische Gehalt oder der unmittelbare Ausdruck eines Gedankens. Unsicherheit und Zerbrechlichkeit menschlichen Daseins sind tragende Bildthemen neben Selbstironie, gepaart mit grotesken Elementen.

Öffnungszeiten: Freitag 11.10. 19.00-22.00 (mit der Vernissage) bis 13.10.2013, beim H-TEAM e.V. in München, Plinganserstraße 19 (Samstag 12.10. von 14.00-22.00 Uhr und Sonntag 13.10. von 14.00-20.00 Uhr)

Der H-TEAM e.V. stellt in München ein Dienstleistungsnetz für Menschen bereit, die Hilfe benötigen wenn Krankheit, Unfall, Alter oder andere Schicksale sie an den Rand der Gesellschaft gedrängt haben. 2013 feiert man mit dem Projekt „Soziales trifft Kunst und Kultur“ dessen 5-jähriges Bestehen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Hier der Flyer zur Ausstellung, für

weitere Informationen (PDF)
25.09.2013
LINKE kritisiert schleppende Umsetzung des Persönl. Budgets
Auch KünstlerInnen mit psychischen Handicaps könn(t)en es spezifisch nutzen
Berlin. "So viele teure Kampagnen und Gutachten der Bundesregierung und doch nur geschätzt 20.000 Anträge zum Persönlichen Budget, davon fast die Hälfte aus dem kleinen Bundesland Rheinland-Pfalz. Die kommende Bundesregierung sollte statt Schönfärberei das Gesetz ernsthaft überarbeiten, damit das Persönliche Budget für die Betroffenen nutz- und handhabbar wird", erklärt im September 2013 der behindertenpolitische Sprecher der Bundestagfraktion DIE LINKE, Dr. Ilja Seifert, zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage zur Entwicklung des Persönlichen Budgets seit 2009.

Auf die Leistungsform Persönliches Budget besteht seit 2008 ein verbindlicher Rechtsanspruch. Mit dieser Leistungsform können Menschen mit Behinderung auf Antrag anstelle von Dienst- und Sachleistungen eine Geldleistung oder Gutscheine erhalten, um sich die für die selbstbestimmte Teilhabe erforderlichen Assistenzleistungen selbst zu organisieren. Mehr als fünf Jahre nach Einführung dieses Rechtsanspruchs gibt es noch immer ganz erhebliche Umsetzungsdefizite in der Praxis. Zwar ist die Nachfrage von BürgerInnen mit Behinderungen zum PB gestiegen, die Antrags- und Bewilligungsverfahren gehen aber häufig nur schleppend voran und es bleibt u.a. das Problem der Anrechnung bzw. Abhängigkeit von Einkommen und Vermögen.

Auch KünstlerInnen mit seelischer Behinderung sind unter den Antragsstellern und Beziehern des Persönlichen Budgets, mit unterschiedlichen Erfahrungswerten bzgl. spezifischer Hilfen im Kunst-relevanten Teilhabebereich.
Termine

04.12.2017
Neues und Unbekanntes aus der Sammlung Prinzhorn
Mittwoch, 13.12. in Heidelberg
Heidelberg. Museum Sammlung Prinzhorn lädt zu r Eröffnung der Ausstellung „Das Team als Kurator“ für Mittwoch, den 13. Dezember 2017 um 19.00 Uhr ein. mehr
02.12.2017
Lesung "Schokolade und Stein" am 12.12. in der Villa Gugging
Autobiografischer Roman von Edi Goller mit August Walla-Bezug
Maria Gugging (Österreich). "Schokolade und Stein" heißt die Buchpräsentation und Lesung mit Autorin Edi Goller, am 12. Dezember 2017 um 19. mehr
01.12.2017
Ody Saban-Retrospektive in Paris
07.-23.12. bei Galerie Claire Corcia
Paris. Die mit ihren Werken bisweilen selbst für Outsider Art-Präsentatoren „zu extreme“ Außenseiterkünstlerin Ody Saban zeigt vom 7. bis 23. Dezember mehr