Nachrichten
07.07.2014
Kreatives Prekariat: Wie lebt es sich von und mit der Kunst?
Loccumer Kulturpolitisches Kolloquium in KuMi Nr. 145 dokumentiert
Bonn/Berlin. In der aktuellen Ausgabe der Kulturpolitischen Mitteilungen (Nr. 145) sind markante Vorträge vom Loccumer Kolloquium, von Alexandra Manske, Michael Söndermann, Dieter Haselbach, Hans Abbing und Adrienne Goehler abgedruckt.

Deutschland leistet sich – nach den Verlautbarungen der Kulturpolitiker – die teuerste kulturelle Infrastruktur weltweit und kann dabei nicht Sorge tragen, dass die kulturellen Produzenten von ihrer Tätigkeit richtig leben können? Oder besteht gerade im Missverhältnis zwischen Infrastrukturförderung und Künstlerförderung das Problem? Die AutorInnen diskutieren diese Fragen engagiert in der neuen Ausgabe.
www.kulturportal-deutschland.de/kp/artikel.html?artikelid=6388
06.07.2014
Deutsche Künstlersozialversicherung abgesichert
Kulturrat begrüßt Gesetz zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes
Berlin. Der Deutsche Kulturrat, Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt die Anfang Juli erfolgte Verabschiedung des Gesetzes zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes im Deutschen Bundestag. Damit werde ein wichtiger Schritt zu mehr Abgabegerechtigkeit und zur Sicherung der Künstlersozialkasse geleistet, hieß es von dort. Ministerin Andrea Nahles habe ihr Wort gehalten.
Luxemburger Kunst und Psychiatrie-Symposion vergisst die Betroffenen
02.07.2014
Luxemburger Kunst und Psychiatrie-Symposion vergisst die Betroffenen
Internationale Tagung: Outsider Art-Künstler, Betroffene und Selbsthilfe außen vor
Luxemburg. Das luxemburgische sozialpsychiatrische Hilfezentrum Centre Kompass hat eine 2011 gestartete Jahrestagung konzeptionell verändert. Vom 19. bis 22. Oktober 2014 findet diesmal im Theatre National Luxembourg und im ARCA Betrange das „Internationale Symposium über Kunst und Psychiatrie Luxemburg“ statt, wie die Organisatoren es jetzt nennen. Idee und Entwicklung des bisherigen Outsider Art-Symposions wurden verworfen, auch die frühen Überlegungen, Betroffene und Outsider Art-Akteure auf den Bühnen und an den Rednerpulten gleichberechtigt einzubeziehen. Ein fürs Großherzogtum sympathischer Modus einer Gesamtveranstaltung in allen drei Landessprachen wird verlassen, der grenzübergreifenden Mundart -hier anerkannte Landessprache- kaum mehr Raum gegeben.

Wie Künstler und Beobachter der europäischen Outsider Art (wie vom Kunstprojekt Sammlung Art-Transmitter, Dortmund) und Vertreter grenznaher, deutscher Selbsthilfen (wie SeelenLaute/Saarbrücken und SeelenWorte/(Trier-Saarburg) mit Bedauern anmerken, gelang es in Luxemburg nicht, das zu Beginn mit Elan angedachte Outsider Kunst-Symposion zu etablieren. Die anfangs anvisierte Loslösung vom problematischen Pharmasponsoring misslang. Vielmehr hat der Veranstalter einen weiteren Arzneimittelkonzern ins Boot genommen. Ein zeitgemäßes inklusives Konzept wird nicht realisiert, offenbar nicht angestrebt.

Die eigentlich hochkarätigsten Protagonisten sind auf der Agenda nicht vorgesehen: Außenseiterkünstler, Psychiatrieerfahrene bzw. Selbsthilfevertreter der Großregion - Experten aus Erfahrung -, die spannende Referate und Kulturprogramme beisteuern, und bei der Akzeptanz von Outsider Art und Betroffenenerfahrung elementar helfen können. Stattdessen lässt man in Luxemburg vehement Psychiater, etablierte Kunsthistoriker und Kulturschaffende, sowie die Pharmaindustrie über Probleme, Betroffenensituationen und Kunst reden bzw. agieren, fokussiert sich auf die Darstellungsweisen dieser Berufsgruppen.

Liegt’s am traditionell fürsorglich denkenden Psychiatriesystem im Großherzogtum, und seinen unterstützenden Interessen? So wird in unabhängigen Fachkreisen vermutet. Zu groß scheint die Angst vor direkten Präsentationen und Meinungen Betroffener. Auch fehlt in Luxemburg eine organisierte (und öffentlich bezuschusste) Selbsthilfebewegung als echte Interessenvertretung. Ein Plus ist die vielfältiger gewordene Medienlandschaft. So greifen einige kritische Zeitungen verstärkt Probleme mit der Psychiatrie auf und beleuchten Patientenpositionen.

Erfreulich zugenommen haben entstigmatisierende Outsider Art-Veranstaltungen z.B. in Frankreich, Holland, sogar in Deutschland, - wenn Psychiatrie für die Kunst kein Thema mehr ist bzw. sinnvoll ver- schwindet, sich vorteilhaft immanenten eigenen Problemen widmet. Wo es, wie bei der belebenden Pariser Outsider Art Fair, bei Kunst eben um ..Kunst geht. – Wie schreibt die „Psychosoziale Umschau“ in Heft 1/2014 entsprechend: „Kunst braucht keinen Arzt!“

Kontakt zum Symposion im Netz über
www.centre-kompass.lu
Termine

20.06.2018
DISRUPTION – Peter Hommers Selbstportraits
22.6. Vernissage bei Galerie Isola
Frankfurt am Main. Zusammen mit Patricia Espinosa „America´s Teddy Bear“ zeigt die Frankfurter Outsider Art-Galerie Isola „Disruption – Peter Hommers mehr
15.06.2018
"L’envol" im La Maison Rouge
Pariser Kunsthaus schließt
Paris. Wie die Fachpresse berichtet, schließt das auch mit Außenseiterkunst befasste renommierte Pariser La Maison Rouge mit der Ausstellung "L’e mehr
08.06.2018
Histories of Violence
Themenausstellung der portugiesischen TSS Collection
São João da Madeira (Portugal). Die Ausstellung "Histories of Violence" behandelt das Thema der Destruktivität in der Menschheit. Wo kommt d mehr