Nachrichten
06.07.2014
Deutsche Künstlersozialversicherung abgesichert
Kulturrat begrüßt Gesetz zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes
Berlin. Der Deutsche Kulturrat, Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt die Anfang Juli erfolgte Verabschiedung des Gesetzes zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes im Deutschen Bundestag. Damit werde ein wichtiger Schritt zu mehr Abgabegerechtigkeit und zur Sicherung der Künstlersozialkasse geleistet, hieß es von dort. Ministerin Andrea Nahles habe ihr Wort gehalten.
Luxemburger Kunst und Psychiatrie-Symposion vergisst die Betroffenen
02.07.2014
Luxemburger Kunst und Psychiatrie-Symposion vergisst die Betroffenen
Internationale Tagung: Outsider Art-Künstler, Betroffene und Selbsthilfe außen vor
Luxemburg. Das luxemburgische sozialpsychiatrische Hilfezentrum Centre Kompass hat eine 2011 gestartete Jahrestagung konzeptionell verändert. Vom 19. bis 22. Oktober 2014 findet diesmal im Theatre National Luxembourg und im ARCA Betrange das „Internationale Symposium über Kunst und Psychiatrie Luxemburg“ statt, wie die Organisatoren es jetzt nennen. Idee und Entwicklung des bisherigen Outsider Art-Symposions wurden verworfen, auch die frühen Überlegungen, Betroffene und Outsider Art-Akteure auf den Bühnen und an den Rednerpulten gleichberechtigt einzubeziehen. Ein fürs Großherzogtum sympathischer Modus einer Gesamtveranstaltung in allen drei Landessprachen wird verlassen, der grenzübergreifenden Mundart -hier anerkannte Landessprache- kaum mehr Raum gegeben.

Wie Künstler und Beobachter der europäischen Outsider Art (wie vom Kunstprojekt Sammlung Art-Transmitter, Dortmund) und Vertreter grenznaher, deutscher Selbsthilfen (wie SeelenLaute/Saarbrücken und SeelenWorte/(Trier-Saarburg) mit Bedauern anmerken, gelang es in Luxemburg nicht, das zu Beginn mit Elan angedachte Outsider Kunst-Symposion zu etablieren. Die anfangs anvisierte Loslösung vom problematischen Pharmasponsoring misslang. Vielmehr hat der Veranstalter einen weiteren Arzneimittelkonzern ins Boot genommen. Ein zeitgemäßes inklusives Konzept wird nicht realisiert, offenbar nicht angestrebt.

Die eigentlich hochkarätigsten Protagonisten sind auf der Agenda nicht vorgesehen: Außenseiterkünstler, Psychiatrieerfahrene bzw. Selbsthilfevertreter der Großregion - Experten aus Erfahrung -, die spannende Referate und Kulturprogramme beisteuern, und bei der Akzeptanz von Outsider Art und Betroffenenerfahrung elementar helfen können. Stattdessen lässt man in Luxemburg vehement Psychiater, etablierte Kunsthistoriker und Kulturschaffende, sowie die Pharmaindustrie über Probleme, Betroffenensituationen und Kunst reden bzw. agieren, fokussiert sich auf die Darstellungsweisen dieser Berufsgruppen.

Liegt’s am traditionell fürsorglich denkenden Psychiatriesystem im Großherzogtum, und seinen unterstützenden Interessen? So wird in unabhängigen Fachkreisen vermutet. Zu groß scheint die Angst vor direkten Präsentationen und Meinungen Betroffener. Auch fehlt in Luxemburg eine organisierte (und öffentlich bezuschusste) Selbsthilfebewegung als echte Interessenvertretung. Ein Plus ist die vielfältiger gewordene Medienlandschaft. So greifen einige kritische Zeitungen verstärkt Probleme mit der Psychiatrie auf und beleuchten Patientenpositionen.

Erfreulich zugenommen haben entstigmatisierende Outsider Art-Veranstaltungen z.B. in Frankreich, Holland, sogar in Deutschland, - wenn Psychiatrie für die Kunst kein Thema mehr ist bzw. sinnvoll ver- schwindet, sich vorteilhaft immanenten eigenen Problemen widmet. Wo es, wie bei der belebenden Pariser Outsider Art Fair, bei Kunst eben um ..Kunst geht. – Wie schreibt die „Psychosoziale Umschau“ in Heft 1/2014 entsprechend: „Kunst braucht keinen Arzt!“

Kontakt zum Symposion im Netz über
www.centre-kompass.lu
01.07.2014
Müller vom Siel bis 24.08.2014 in Oldenburg
Museum für Kunst- und Kulturgeschichte zeigt Spätwerk
Oldenburg. Das Oldenburger Museum für Kunst- und Kulturgeschichte zeigt noch bis zum 24. August Bilder (ca. 180 Blätter) aus dem Spätwerk des Künstlers Georg Müller vom Siel. Siel war um 1900 ein engagierter Landschaftsmaler, seine Arbeiten änderten sich in den letzten 30 Jahren seines Lebens, die er mit der (vermeintlichen) Diagnose „Schizophrenie“ psychiatrisch eingesperrt in der Anstalt Wehnen bei Oldenburg verleben musste. Die Motive sind weitaus spannender als im Frühwerk, die ästhetische Qualität setzt sich fort. Figuratives, intensiv auch aus dem sexuellen Themenkreis, verbindet sich frei mit Abstraktem bis Obskurem.

Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, Prinzenpalais, Damm 1, Oldenburg. Zu besichtigen Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr.
www.landesmuseum-oldenburg.niedersachsen.de
Termine

18.05.2018
Saar-Mosel-Selbsthilfekarawane zieht weiter an den Rhein
SeelenWorte RLP und SeelenLaute Saar & Freunde am 2./3.6. in Worms

Saar-Mosel-Selbsthilfekarawane zieht weiter an den Rhein

Worms. Regionale Selbsthilfe 2018 on tour! Mit Standorten in Saarbrücken, Merzig, Saarburg und Trier sind die beiden überregional bekannten Selbsthilf mehr
11.05.2018
C.G. Jung-Sammlung in St. Gallen
Im Museum im Lagerhaus bis 8. Juli
St. Gallen (Schweiz). Unter dem Titel „In the Land of Imagination“ wird die C.G. Jung-Sammlung hier zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. In der mehr
07.05.2018
Unruhe und Architektur
Neue Ausstellung bei Sammlung Prinzhorn ab 17. Mai
Heidelberg. Zur Eröffnung der Ausstellung „Unruhe und Architektur“ lädt Museum Sammlung Prinzhorn für Mittwoch, den 16. Mai 2018 um 19.00 Uhr ein. In mehr