Termine
Neue Ausstellung in der Durchblick-Galerie
04.01.2012
Neue Ausstellung in der Durchblick-Galerie
27. Januar Vernissage in Leipzig
Leipzig. Am 27. Januar 2012 wird in der Duchblick-Galerie, Mainzer Straße 7 in Leipzig, um 17.00 Uhr eine Ausstellung mit Bildern von Alexander Sharichin als Retrospektive auf das Gesamtwerk des Künstlers eröffnet. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Kunst gehört zur Identität des Durchblick e.V. und hier in Leipzig wird vor allem Bildende Kunst produziert, gesammelt und präsentiert. Die Durchblick Galerie vertritt betroffene und nicht betroffene Künstler auf Ausstellungen im In- und Ausland. Es werden auch Lesungen und Kunstworkshops organisiert. Als besonderen Service bietet die Galerie Bilderleasing an. Jeden Dienstag gibt es einen Künstlertreff. Außerdem finden Kreativ-Wochenenden statt.

Noch in der DDR-Psychiatrie hatte sich durch Betroffene einzigartig die Leipziger ´Schizeria´ gegründet, die sich seit der Eintragung ins Vereins-Register 1991 Interessengemeinschaft für Psychiatriebetroffene "Durchblick e.V." nennt und auch eine eigene Zeitschrift herausgibt (Symptom, Leipziger Beiträge zu Psychiatrie & Verrücktheit). Die Anfänge liegen im Oktober 1984.

Der Verein versteht sich heute als solidarische Gemeinschaft von Psychiatrieerfahrenen, Angehörigen und Freunden, die sich gegenseitig Hilfe und moralischen Rückhalt geben wollen. Der Verein setzt sich kritisch mit der traditionellen Psychiatrie auseinander und für emanzipatorische und alternative Bestrebungen ein.

Veranstalterkontakt für weitere Informationen:
Durchblick e.V.
Mainzer Str.7, D-04109 Leipzig
Telefon: 0341 / 1406140
email: verein@durchblick-ev.de

Im Internet unter
www.durchblick-ev.de
03.01.2012
TERMINE Sammlung Prinzhorn Januar/Februar 2012
Konzert – Theaterstück – Schau Johann Kresnik – Ausstellung Maaß
Heidelberg. Am Dienstag, 10. Januar 2012 gibt’s ein Konzert des KlangForum Heidelberg im Museum Sammlung Prinzhorn, Beginn ist um 19 Uhr. Die Leitung hat Walter Nußbaum, mit der SCHOLA HEIDELBERG. Es gibt eine inhaltliche Einführung von Dr. Thomas Röske, Leiter der Sammlung. Ort: Opernzelt Heidelberg, Beginn ist um 19.30 Uhr.
Programm: Gervasoni, Stefano (*1962), Horrido (auf einen Text von H. Freiherr von Wieser) (2008/2010), Maierhof, Michael (*1956), Exit D (auf Zeichnungen von Malvina Schnorr von Carolsfeld) für 8 präparierte Stimmen (2009-2010), Kaul, Matthias (*1949), Fremd, bestimmt (auf verschiedene Text der Sammlung Prinzhorn) (2008), Cage, John (1912-1992), Four2, für gemischten Chor (1990) und Feldman, Morton (1926-1987), Only, für Singstimme (1946). Eintritt: 20 Euro, ermäßigt 10 Euro

Am 18. Februar 2012 ist die Premiere des Theaterstücks „Sammlung Prinzhorn“, Regie: Johann Kresnik, Autor: Christoph Klimke. Zum Inhalt: Ein Krankenhaus in München, 14. Juni 1933. Hans Prinzhorn liegt im Sterben. In einem Fiebertraum ziehen Stationen seines Lebens vorüber. Seine Eltern. Seine Frauen. Seine Kollegen. Seine Patienten. Christoph Klimkes Schauspiel interpretiert Prinzhorns ereignisreiches Leben von seinem Ende her – poetisch verdichtet und dokumentarisch konzentriert. Der Arzt und Kunsthistoriker Hans Prinzhorn war 1919 an die Psychiatrische Klinik der Universität Heidelberg gekommen. Hier sammelte er über 5000 künstlerische Arbeiten von etwa 435 Patienten psychiatrischer Anstalten in ganz Europa. Die Sammlung sollte zu einem Museum ausgebaut werden und die Bedeutung der Kunst psychisch kranker Menschen dokumentieren. Stattdessen wurde sie 1938 in der NS-Ausstellung »Entartete Kunst« gegen die Kunst der Moderne instrumentalisiert und geriet nach dem Zweiten Weltkrieg in Vergessenheit. Erst von 1980 an wurde die Sammlung restauriert, katalogisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – unter Mitarbeit von Johann Kresnik. Von 1979 bis 1989 war Kresnik Ballettdirektor in Heidelberg. Hier entwickelte er seinen Stil eines modernen choreografischen Theaters an der Schnittstelle von Tanztheater und Schauspiel. Jetzt kehrt Johann Kresnik an seine frühere Wirkungsstätte zurück.

Begleitend zur Uraufführung des Stückes „Sammlung Prinzhorn“ gibt es ein ausführliches Rahmenprogramm.
Am 5. Februar findet dazu die Matinee zur Inszenierung in den Räumen der Sammlung Prinzhorn statt, bei der Dr. Thomas Röske eine Einführung gibt und Autor Christoph Klimke sowie der Regisseur Johann Kresnik anwesend sein werden. Anschließend kann auch die Sammlung besichtigt werden. Am 10. Februar eröffnet in der Stadtbücherei die Schau „Johann Kresnik – die Heidelberger Jahre 1979 - 1989“. Ebenfalls in der Stadtbücherei findet am 23. Februar die „Lesezeit“ des Theater und Orchester Heidelberg mit Christoph Klimke und Andreas Seifert, der in der Inszenierung Hans Prinzhorn spielen wird, statt. Außerdem wird am Premierenabend im Foyer des Opernzeltes eine Ausstellung des Heidelberger Künstlers M. Maaß zu sehen sein.

Museum Sammlung Prinzhorn
Voßstr. 2, D-69115 Heidelberg
Tel: +49-6221-564725
www.prinzhorn.uni-hd.de
13.12.2011
„Antworten – Künstler reagieren auf die Sammlung Prinzhorn“
Tagung am 27./28. Januar 2012 im Heidelberger Museum
Heildelberg. Mit der Tagung „Antworten – Künstler reagieren auf die Sammlung Prinzhorn“ (27. und 28. Januar 2012 im Heidelberger Museum Prinzhorn) nimmt die Sammlung noch einmal das Thema der Jubiläumsausstellung „Von Kirchner bis heute“ auf, als wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Antworten-Werken.

Die weltweit einzigartige Sammlung wird international als herausragender Beitrag zur Kulturgeschichte anerkannt. Dennoch gab es bisher nur punktuelle Untersuchungen darüber, auf welche Weise ihre Werke KünstlerInnen des 20. und 21. Jahrhunderts in ihrem Schaffen beeinflusst haben. Jeder von diesen Kulturschaffenden, die sich mit Werken der Heidelberger Sammlung auseinandersetzte, fand einen eigenen Zugang mit jeweils anderem Anknüpfungspunkt im eigenen Schaffen. Über die Jahrzehnte sind so Werke entstanden, die ihre Stellung in der modernen Kunstgeschichte behaupten, wie die „Wintermondnacht“ (1919) von Ernst Ludwig Kirchner, der „Planetenzusammenstoß“ (1919) von Alfred Kubin, „Ödipus“ (1931) von Max Ernst, der „G-Kopf“ (1961) von Georg Baselitz, oder die „Prinzhorn-Übermalungen“ (2004) von Arnulf Rainer.

Die Tagung geht den Fragen nach, was damals und heute KünstlerInnen am historischen Fundus interessierte, bis heute fasziniert und welche aktuellen Fragestellungen Ihnen dabei wichtig erscheinen. Die kreativen „Antworten“ seit Mitte der 1920er Jahre bis heute sollen erstmals intensiv wissenschaftlich diskutiert werden. Expressionisten, Surrealisten oder die Bauhaus-Bewegung schöpften Anregungen aus den Arbeiten der Sammlung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Heidelberger Sammlung wieder von Malern und Zeichnern (so von Jean Dubuffet, Georg Baselitz oder Arnulf Rainer) entdeckt, nicht zuletzt über Prinzhorns Buch „Bildnerei der Geisteskranken“ (1922). Die Zahl der künstlerischen Reaktionen wuchs, seit Wanderausstellungen ab 1980 den Fundus international bekannt machten und verstärkt seine Schätze vorstellten. Seit Eröffnen eines eigenen Museums auf dem Gelände des Heidelberger Altklinikums 2001 nutzen Künstler die Möglichkeit, sich intensiv auf Originale vor Ort einzulassen.

Veranstaltungsort: FREITAG 27.01. im Vorlesungssaal Psychiatrie, Voßstr. 4, SAMSTAG 28.01.2012 im Institut für Medizinische Psychologie, Vorlesungssaal, Bergheimerstr. 20, 69115 Heidelberg. Es wird eine Teilnahmegebühr erhoben. (Hinweis der Redaktion: interessierte psychiatrieerfahrene TeilnehmerInnen, die aus heutiger Betroffenensicht auch kritisch mitdiskutieren mögen, können Unkosten über bestehende GKV-Selbsthilfeförderung abrechnen).

Kontakt und Anmeldungen über Fr. Liane Wendt, liane.Wendt@med.uni-heidelberg.de, Informationen auch auf der u.g. homepage. Das Tagungsprogramm hier als Flyer für weitere Informationen (PDF)
www.prinzhorn.uni-hd.de
Termine

15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr
27.10.2017
28.10. – 30.12.2017
"Cuba Outside" in Amsterdam
Galerie Hamer präsentiert derzeit "Cuba Outside", mit Arbeiten von fünf Außenseiterkünstlern des Riera Studio-Ateliers in Havanna. Dies ist mehr