Nachrichten
23.08.2010
Gegen Diskriminierung psychisch kranker Menschen
Antistigma Studie vorgelegt
Das Aktionsbündnis für Seelische Gesundheit hat eine wissenschaftliche Studie zur Wirksamkeit von Maßnahmen zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen vorgelegt. Auftrgaggeber war das Bundesministerium für Gesundheit. Ziel der Studie ist, eine wissenschaftliche Grundlage für die evidenzbasierte Weiterentwicklung entsprechender Interventionen zu schaffen.

Nicht nur in Deutschland gibt es bereits zahlreiche Projekte wie Art-Transmitter, die zur Reduzierung des Stigmas psychischer Krankheiten beitragen möchten. Den Autoren der Studie zufolge sind Interventionen vor allem dann wirksam, wenn sie neben der Aufklärung über psychische Erkrankungen interaktiven Kontakt zu Betroffenen einschließen. Bei Art-Transmitter sind dies viele unserer Künstler und unsere Kooperations-partner.

Eine besondere Relevanz erhält die Studie durch die tattsache, dass jeder dritte bis vierte Deutsche im Laufe seines Lebens eine psychische Erkrankung erleidet. Aus Scham und Angst vor negativen Reaktionen ihrer Umwelt verdrängen aber noch immer viele Betroffene psychische Beschwerden, suchen spät oder gar nicht die verfügbaren Hilfsangebote auf und geraten damit in die Gefahr der Chronifizierung oder gar eines späteren Suizids.

Dazu Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler: „Psychische Erkrankungen werden auch heute noch in unserer Gesellschaft tabuisiert. Betroffene erleben nicht selten Ablehnung und Ausgrenzung, insbesondere am Arbeitsplatz oder in der Schule, aber auch in Familien oder im Freundes-kreis. Maßnahmen zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen müssen effektiv zu einem gesellschaftlichen Klima der Toleranz und des Verständ-nisses für psychisch erkrankte Menschen beitragen. Die Studie des Aktions-bündnisses liefert eine gute Datengrundlage für die Planung und Steuerung zukünftiger Maßnahmen der verschiedenen Akteure.“

Mehr Infos unter

und die Studie als Download hier
weitere Informationen (PDF)
www.bmg.bund.de/cln_169/nn_1168278/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2010/pm-10-08-22-psychisch-krank.html?__nnn=true
22.08.2010
"Flexible Ausstellung" Liam Dûcray in Saarbrücken
Vernissage am 3. September im TZ STaPE
Saarbrücken. „Ein Bild kann alles Mögliche (und alles Unmögliche) aussagen. Auch Dinge, die wir nicht in Worte gießen können. Denn aus Bildern sprechen Impressionen, Fantasien und Emotionen. Im Bild können wir die Grenzen des Realistischen sprengen, indem wir etwas darstellen, was so in der realen Welt nicht vorzufinden ist. Manche Bilder haben eine recht deutliche Aussage und ersetzen damit den gesprochenen Ausdruck des Künstlers durch Form und Farbe. Andere Bilder sind reich an Symbolik und Metaphorik und laden zum Rätseln ein. Hierdurch zwingt der Künstler den Betrachter ohne weitere Worte und Taten zum Nachdenken. Wiederum andere Bilder sind poetisch, grotesk, farbgewaltig oder verträumt. Die wahren Beweggründe für ein Bild bleiben oftmals auch dem Künstler selbst verborgen, da sowohl geplante, als auch intuitive und unterbewusste Fragmente in ein Bild einfliessen.“ So die Worte des Saarbrücker Künstlerautors Liam Ducray, zu seiner neuen Ausstellung im Saarbrücker Tageszentrum StaPE, Mainzer Straße 30.

Ducrays "Flexible Ausstellung" beginnt am 03.09.2010 und ist ohne Endtermin angelegt. Flexibel ist die Veranstaltung deshalb, weil die zu sehenden Exponate von Zeit zu Zeit vom Künstler ausgetauscht werden. Dem Betrachter wird somit die Möglichkeit geboten, über mehrere Wochen hinweg verschiedenste Eindrücke von Künstler und Kunst zu gewinnen. Das Ziel dieser Idee ist, die Ausstellung für den Betrachter lebendig zu gestalten.
Die ausgestellten Werke sind von solch unterschiedlicher Art, dass die Einordnung in eine bestimmte Stilrichtung praktisch unmöglich ist. Viele Facetten kommen zum Vorschein. Die zumeist verwendeten Materialien für die Bilder sind: Graphit, Holzfarbe, Aquarellfarbe, Ölfarbe, Tinte, Klebstoff und Zucker.

Das Tageszentrum StaPE am Rande der Saarbrücker City hat montags bis freitags geöffnet.
18.08.2010
SEELENLAUTE-Sommerheft 2010 erschienen
Kreative Selbsthilfezeitschrift mit vielfältigem Inhalt
Das Sommerheft 2010 der Selbsthilfezeitschrift "SeelenLaute" ist da! Es wurde am 3. August auf dem zweiten SeelenLaute-Fest, das sich inzwischen als regionaler kultureller Selbsthilfetag für seelische Gesundheit fest etabliert hat, mit Lesungen, Kabarett, Kunstpräsentationen und Livemusik in Saarbrücken vorgestellt. Das handliche gelbe Heft im DIN5-Format mit neuem Layout und erweitertem 40seitigem Umfang erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Auch Informationen über Art-transmitter-Künstler werden in der SeelenLaute publiziert.

Aus dem Inhalt Heft SL3/2010:
Berichte: "Wie menschlich ist die Psychiatrie?" - Podium in der Saarbrücker Stadtbibliothek, "Wahnsinn holländisch" - Museum DolHuys kümmert sich um Verrücktes, Vorbericht Fachtagung "Entstigmatisierung - Wunsch und Wirklichkeit" u.a.
Poesie: Aufgewacht, Nächtliches treiben, Wie Zucker so süß, Arbeiter-Zombie, Das Tanzen ist mein freies Kind, Ignorant love, Dän Aapelappell u.a.
Künstlerportrait: Patric Boullion gewinnt SeelenLaute-Künstlerwettbewerb mit ComputerArt
Kabarett: Der alte Bock, Die Anstalt
Nachrichten: Psychotherapie mit und ohne, ALIUD - Merziger Sonntagskonzerte, Persönliches Budget u.a.
OutsiderArt: Liam Ducray mit "Seelenfetzen", Ringelnatzabend, Musée de la Halle Saint Pierre Paris
Literaturtipps & Rezensionen: Neues Lyrikheft "Noch schattenhaft", "Heilung aus der Mitte" - Gesundheit ertanzen..., Leitsgeheier, Pyrrolurie u.a.
Termine, Rezept, Rheinland-Pfalz- und NRW-Seiten, Briefkasten, Selbsthilfeinfos regional und überregional

Herausgeber ist die saarländische Selbsthilfegruppe SeelenLaute. Die Printzeitschrift, die mit Erfolg auch die vielen "Offliner" unter den Betroffenen erreicht und per Texten einbezieht, wird von der gesetzlichen Krankenversicherung bezuschusst. Das Heft erscheint aktuell in einer Auflage von 300 Exemplaren und wird an Saar, Mosel und darüber hinaus von Psychiatrieerfahrenen, Angehörigen, beruflich im Gesundheitssektor Arbeitenden, Kultur- und Gesundheitsinteressierten gelesen.

Klein, gelb.. und immer kritsch, unabhängig, anders! Das hat sich das Redaktionsteam in Saarbrücken auf die Fahnen geschrieben. „SeelenLaute“, die kulturelle Selbsthilfezeitschrift mit Betroffenenkompetenz hat in der Thematik seelische Gesundheit, Psyche, Psychiatrie und Psychiatriekritik seine Schwerpunkte in eigenen Berichten, gestaltet mit einem Kulturteil aus Lyrik, Kunst, Musik u.v.a.m.

Preis und Bezug:
Auf SeelenLaute-Veranstaltungen und -ständen für 1 € erhältlich; per Postbezug (maximal 10 Exemplare können angefordert werden) á 1 € zzgl. 1,50 Versandkosten, vorab in Briefmarken oder per Überweisung aufs SeelenLaute-Konto (SHG SeelenLaute, c/o G. Peitz, Kontonummer 450063292 bei der Kreisparkasse Saarlouis, BLZ 59350110) zu entrichten. Bei Institutionen ist man für eine zusätzliche Spende dankbar.

Redaktions- und Bezugsadresse: SHG SeelenLaute, c/o Gangolf Peitz, Lindenstraße 21, D-66359 Bous. E-mail: pg-shg@t-online.de
Termine

15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr
27.10.2017
28.10. – 30.12.2017
"Cuba Outside" in Amsterdam
Galerie Hamer präsentiert derzeit "Cuba Outside", mit Arbeiten von fünf Außenseiterkünstlern des Riera Studio-Ateliers in Havanna. Dies ist mehr