Nachrichten
12.12.2011
Zuschussrente als Mittel gegen Altersarmut von Künstlern?
Beim Zuschussrentenmodell der Bundesregierung noch Optimierungsbedarf
Bonn/Berlin. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt das Ziel der Bundesregierung, denjenigen, die ihr Leben lang gearbeitet und vorgesorgt, aber dennoch nur eine sehr geringe Rente erworben haben, mit der geplanten Zuschussrente die Rente auf 850 Euro monatlich aufzustocken.

Der Deutsche Kulturrat sieht jedoch noch erheblichen Klärungs- und Verbesserungsbedarf beim Zuschussrentenmodell der Bundesregierung. In einer entsprechenden Stellungnahme hat der Deutsche Kulturrat die Fragen an die Bundesregierung benannt.

Wichtig erscheint vor allem, dass sinnvolle Pläne dann auch Wirklichkeit werden. Akzeptabel für die KünstlerInnen.
08.12.2011
Eine Kunst, drei Formen
12 Anmerkungen zum Verhältnis von Kunst und sozialer Bewegung
"Das schönste an Deutschland ist die Autobahn", meint Georg Seeßlen in seinem lesenswerten Blog. Er macht sich Gedanken zu Politik, Arbeit, Krise, Kultur und Kunst und freud sich über erhellende Kommentare und Meinungen. Immerhin finden sich unter "Denken" 14 Beiträge. Darunter auch "12 Anmerkungen zum Verhältnis von Kunst und sozialer Bewegung". Georg Seeßlen unterscheidet drei Kunstformen: „Kunst, die für die Sammler interessant ist, Kunst, für die sich – aus Gründen, um die noch gerungen wird – eine politische Kunstpolitik und -förderung zuständig fühlt, und schließlich eine Kunst, für die sich weder der eine noch der andere Sektor interessiert – diese Kunst kann für die soziale Bewegung von besonderer Bedeutung werden, wenn sie nicht dem Irrtum verfällt, ausschließlich diskursiven, argumentierenden, aufklärerischen, ja sogar „propagandistischen“ Zwecken zu dienen.“

Dabei existiert Kunst allerdings nur, „insofern sie – unter bestimmten Bedingungen – ökonomisiert ist. Und das trägt auch den Keim der Privatisierung in sich: Die reichen Sammler unserer Zeit unternehmen drei Strategien gegenüber dem ästhetisch-ökonomischen System Kunst, was vorher nur in Ansätzen möglich war, in einer radikalisierten Form:

a) Sie entziehen das Kunstwerk dem öffentlichen Gebrauch und dem öffentlichen Diskurs nach Belieben.

b) Sie übergeben das privatisierte Kunstwerk dem öffentlichen Blick unter der Maßgabe zurück, dass die Politik (Staat, kommunale Verwaltungen etc.) den architektonischen und logistischen Rahmen dafür bilden. Die großen Sammler „veröffentlichen“ ihre Schätze – im Klartext – dafür, dass die Gesellschaft den ab einer gewissen Sammlungsgröße absurden Preis für die Lagerung und die Organisation bezahlt. So kehrt die privatisierte Kunst als ökonomisierte in die Obhut, nicht aber in den ideellen und materiellen Besitz der Gesellschaft zurück.

c) Wie alle anderen Märkte auch, wo wird auch der Kunstmarkt von den Vertretern der Gewinner-Oligarchien manipuliert. So wie sich die Finanzwirtschaft eine Wissenschaft als Legitimation und als Beschwichtigungsinstrument hält, so hält sich der Kunstmarkt mittlerweile eine vollkommen hörige Kunstwissenschaft. Am Ende obliegt dieser „Szene“ nicht allein der Handel mit Kunst (die Umverteilung der ästhetischen Produktion einer Gesellschaft von unten nach oben), sondern sogar die Definition von Kunst.“

Alle "12 Anmerkungen zum Verhältnis von Kunst und sozialer Bewegung" unter
www.seesslen-blog.de/2011/10/30/kunst-zeit-schrift/#more-1416
07.12.2011
Mit SPD nach Wahl 2013 ein Bundeskulturministerium?
Deutscher Kulturrat begrüßt Debatte auf SPB-Bundeparteitag
Berlin/Bonn. „Die SPD wird nach der Bundestagswahl 2013 ein Bundeskulturministerium einrichten“, fordert das Kulturforum der Sozialdemokratie in einem Antrag (M13) auf dem jetzigen SPD-Parteitag. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt, dass in der SPD über die Strukturen der zukünftigen Bundeskulturpolitik diskutiert wird.

Mehr unter unter:
www.kulturportal-deutschland.de/kp/artikel.html?artikelid=4773
Termine

15.11.2017
Pop-Up Outsider Art in Rotterdam
Dezember 2017 neues Museum
Rotterdam (Niederlande). In Rotterdam eröffnet Stichting Cultureel Rijk ein temporäres Museum der Outsider Art. „The Pop-Up Grow Big Museum“ zeigt im mehr
02.11.2017
„Kunst und Psychiatrie“-Symposion am 15.11. in Echternach

Echternach (Luxemburg). Wie PSYCHART asbl aus Luxemburg mitteilt, veranstaltet man ein 6. Symposion „Kunst und Psychiatrie“ am 15. November 2017 von 1 mehr
27.10.2017
28.10. – 30.12.2017
"Cuba Outside" in Amsterdam
Galerie Hamer präsentiert derzeit "Cuba Outside", mit Arbeiten von fünf Außenseiterkünstlern des Riera Studio-Ateliers in Havanna. Dies ist mehr